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Ökohaus betreibt Rostocks neue Flüchtlingsheime

Stadtmitte Ökohaus betreibt Rostocks neue Flüchtlingsheime

Der Verein setzte sich gegen mehrere Bewerber durch und hat gestern im Hauptausschuss den Zuschlag erhalten / Nach Querelen soll Standort in Langenort bald umgebaut sein

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Das ehemalige Gymnasium Reutershagen in der Bonhoefferstraße ist inzwischen eingezäunt.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Stadtmitte. Das Ökohaus Rostock übernimmt den Betrieb der neuen Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber in der Bonhoefferstraße in Reutershagen und im früheren Verwaltungsgebäude der Deutschen Seereederei in Langenort. Das hat gestern der Rostocker Hauptausschuss einstimmig beschlossen.

OZ-Bild

Der Verein setzte sich gegen mehrere Bewerber durch und hat gestern im Hauptausschuss den Zuschlag erhalten / Nach Querelen soll Standort in Langenort bald umgebaut sein

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Mehr als 900 Plätze für Flüchtlinge

925 Plätze stehen in Rostocker Gemeinschafts- und Notunterkünften zur Verfügung – ohne Industriestraße. Im laufenden Jahr sind der Stadt bisher 556 Flüchtlinge zugewiesen worden – zuletzt 42 im April.

Das Ökohaus setzte sich gegen mehrere Bewerber durch. Dabei legte der Verein für beide Unterkünfte das jeweils wirtschaftlich beste Angebot vor und lag auch in Qualitätsfragen ganze vorne. Der Träger fordert für den Betrieb der Unterkunft in Reutershagen eine Monatspauschale von rund 21500 Euro und für Langenort rund 36600 Euro. Zum Vergleich: Andere Betreiber verlangten hier bis zu 147 000 Euro für Reutershagen und 240700 Euro für Langenort.

Der Hauptausschuss habe mit dem Ökohaus bisher gute Erfahrungen gesammelt. Der Verein genieße großes Vertrauen, hieß es gestern. Das Ökohaus betreibt bereits die Gemeinschaftsunterkunft in der Satower Straße, die von 287 auf 399 Plätze ausgeweitet werden soll. Für die Unterkunft in der Bonhoefferstraße ist der Träger ebenfalls schon verantwortlich – genauso wie für die Notunterkunft an der Jägerbäk.

Insgesamt investiert die Hansestadt in diesem Jahr 5,7 Millionen Euro in die Errichtung neuer Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber (OZ berichtete). Das Geld hole sich die Stadt vom Land über langfristige Nutzungsvereinbarungen und einmalige Investitionszuschüsse zurück, heißt es.

Drei neue Gemeinschaftsunterkünfte bekommt Rostock. Im Studentenwohnheim in der Möllner Straße in Lichtenhagen ist Platz für knapp 235 Asylbewerber geschaffen worden. Betreiber ist das Deutsche Rote Kreuz, das ebenfalls um die Unterkünfte in Reutershagen und Langenort mitbot. Das alte Schulgebäude in der Boenhofferstraße soll nach einem Umbau 195 Flüchtlinge beherbergen. In Langenort wird das frühere Verwaltungsgebäude der Deutschen Seereederei für 320 Asylbewerber hergerichtet. Hier gab es allerdings zuletzt Zweifel, ob der Umbau rechtzeitig bis zum Sommer fertig ist. Das soll nun der Fall sein, informiert die Stadtverwaltung.

Noch nicht vom Tisch ist nach OZ-Informationen der Ankauf des Hotels und Restaurants Elbotel im Fritz-Triddelfitz-Weg 2. Ursprünglich wollte die Stadt das Objekt für vier Millionen Euro kaufen und für 3,66 Millionen Euro umbauen lassen. Das Landesinnenministerium stoppte die Pläne. Begründung: Weil der Flüchtlingsstrom nach Deutschland aktuell abgeebbt sei und es nun ausreichend Unterkünfte in Rostock gebe, sei kein weiterer Bedarf für neue Gemeinschaftsherbergen vorhanden.

Dennoch soll die Stadtverwaltung weiter mit einem Ankauf des Elbotels liebäugeln. Denn die Liste der Immobilien, die sich für eine Gemeinschaftsunterkunft eignen, ist sehr kurz. Und es seien noch immer Hunderttausende Flüchtlinge mit dem Ziel Europa auf dem Weg.

André Wornowski

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