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Ostseebad sucht die Balance zwischen Jung und Alt

NIENHAGEN Ostseebad sucht die Balance zwischen Jung und Alt

Um für Einwohner und Feriengäste auch noch in 20 Jahren attraktiv zu sein, will die Gemeinde ihre Angebote für alle Altersgruppen anpassen / Wohnen und Freizeit im Fokus

Nienhagen. Attraktivere Angebote für die Jugend, verlässliche Heimat für die Senioren — mit Blick auf seine künftige Entwicklung sucht das Ostseebad Nienhagen eine Balance zwischen Jung und Alt. „Unser Ort muss der Bevölkerungsentwicklung Rechnung tragen“, meint Peter Zemelka, Gemeindevertreter und Mitglied in einer neunköpfigen Arbeitsgruppe, die sich derzeit intensiv mit einem tragfähigen Zukunftskonzept beschäftigt. „Knapp 25 Prozent der Nienhäger sind älter als 65 Jahre“, erklärt Erika Höfer, in der Arbeitsgruppe für den Punkt „Bevölkerungsentwicklung“

zuständig. „Tendenz steigend.“ Gut 58 Prozent der Einwohner seien zwar zwischen 25 und 65 Jahre alt und damit im erwerbsfähigen Alter, so Höfer: „Diese Gruppe nimmt aber immer mehr ab.“

Ein Aspekt, der regelmäßig auch bei der Rentner-Weihnachtsfeier im Dezember spürbar sei, sagt Peter Zemelka und lacht: „Da brauchen wir schon drei Veranstaltungen, um alle Leute teilnehmen zu lassen — hier gibt es noch großes Potenzial.“

Was könne man tun, um die ältere Bevölkerung in den kommenden Jahren zu begleiten, fragt auch der Nienhäger Unternehmer Martin Staemmler: „Dabei spielen vor allem die Themen Wohnen, Mobilität und Einkaufen eine Rolle.“ Ob es in der Gemeinde einen Bedarf an altersgerechtem Wohnen gibt — „auch mit dieser Frage wird sich die Arbeitsgruppe zur Zukunft des Ortes beschäftigen“, sagt Karl- Heinz-Breitzmann, früherer Chef des Rostocker Ostsee-Instituts für Marketing, Verkehr und Touristik. Gutes Beispiel: das im Jahr 2013 errichtete barrierefreie Wohn- und Geschäftshaus an der Hofstraße.

Gerade mit Blick auf die Erreichbarkeit des Strandes habe das Ostseebad noch Nachholbedarf, meint Martin Staemmler. In diesem Zusammenhang müsse auch die zum Teil „katastrophale Parkplatz-Situation“

im Ort verbessert werden, ist Siegfried Bonin überzeugt, der in der Arbeitsgruppe für den Bereich Verkehrsentwicklung zuständig ist. Und: Sollte das Projekt Strandverbreiterung mit kleinem Hafen tatsächlich realisiert werden, kämen im Bereich Technopark und Schulstraße weitere Herausforderungen auf die Gemeinde zu, so Bonin.

Immerhin: „Wir verzeichnen wieder einen leichten Zuwachs von kleinen Kindern und Kindern im Vorschulalter“, hat Erika Höfer festgestellt. Hier gelte es, den Balance-Akt zwischen altersgerechten Vorhaben und Angeboten für die Jugend zu meistern, meint auch Karl-Heinz-Breitzmann: „Wir dürfen die jungen Leute nicht vergessen — schon jetzt haben wir Probleme, für die Tanzgruppe oder den Chor Nachwuchs zu finden.“

Bei allen Überlegungen müsse das Ostseebad aber sein größtes Pfund bewahren, meint Peter Zemelka: „Natur, Strand, Ruhe. Wenn man die regelmäßigen Gästebefragungen der Kurverwaltung auswertet, kommen die Urlauber doch deshalb zu uns.“ Und auch für Rostocker sei ein Umzug nach Nienhagen aus genau diesen Gründen sehr attraktiv . . .

Von Lennart Plottke

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