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Proteste gegen türkischen Staatschef Erdogan

Rostock/Köln/Istanbul Proteste gegen türkischen Staatschef Erdogan

In Rostock, Köln und anderen Städten sind am Wochenende Tausende für Demokratie am Bosporus auf die Straße gegangen. Anders als in Istanbul verliefen die Kundgebungen friedlich.

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Demonstranten auf dem Weg vom Hauptbahnhof in die Rostocker Innenstadt.

Quelle: Stefan Tretropp

Rostock/Köln/Istanbul. Rund 250 Kurden, türkischstämmige Bürger und Unterstützer haben am Sonntag in Rostock gegen die autoritäre Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan demonstriert. Die Polizei zog ein positives Fazit der Demonstration, die erst kurzfristig am frühen Sonnabendmorgen angemeldet worden war. Die Teilnehmer versammelten sich am Hauptbahnhof und zogen unter dem Motto „Schulter an Schulter gegen Erdogans Faschismus“ zum Doberaner Platz.

„Die Türkei befindet sich derzeit auf dem Weg zu einer Diktatur“, erklärte Versammlungsleiter Imam-Jonas Dogesch. Mit dieser Demo wollte man für „Frieden, Demokratie, Menschen- und Frauenrechte“ eintreten. 

Die größte Kundgebung gab es bereits am Sonnabend in Köln, wo 6500 Menschen durch die Innenstadt zogen. Teilnehmer riefen Parolen wie „Terrorist Erdogan“ und „Erdogan Faschist“ und zeigten Plakate mit Aufschriften wie „Stoppt die Erdogan-Diktatur!“ Weitere Demonstrationen gab es in Stuttgart, Bremen, Hamburg und Karlsruhe. Insgesamt beteiligten sich mindestens 10 000 Menschen an den Kundgebungen.

Proteste gab es am Samstagabend auch in Istanbul. Dort ging die Polizei gewaltsam gegen die Demonstranten vor. Aus Protest gegen die Verhaftung ihrer Vorsitzenden und zahlreicher weiterer Abgeordneter beschloss die pro-kurdische HDP einen weitgehenden Boykott des Parlaments der Türkei. Die zweitgrößte Oppositionspartei in der Nationalversammlung in Ankara teilte am Sonntag mit, sie ziehe sich zunächst aus allen Gesetzgebungsverfahren zurück.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete die HDP-Abgeordneten am Sonntag erneut als verlängerten Arm der kurdischen Arbeiterpartei PKK, die als Terrororganisation verboten ist. „Wenn Sie sich nicht wie ein Abgeordneter, sondern wie ein Terrorist verhalten, dann werden Sie wie ein Terrorist behandelt“, sagte er in Istanbul.

Unterdessen erhöhte die Polizei in Baden-Württemberg den Schutz türkischer Einrichtungen als Folge der jüngsten Entwicklungen in der Türkei. Das Innenministerium in Stuttgart hält gewaltsame Aktionen für denkbar. Konkrete Erkenntnisse lägen aber nicht vor, wie es hieß.

OZ/dpa

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