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Querelen um Ortsentwicklung

NIENHAGEN Querelen um Ortsentwicklung

Einige Mitglieder ziehen sich aus Arbeitsgruppe zurück / Bürgerinitiative stellt eigenes Positionspapier vor

Nienhagen. Die ehrgeizigen Pläne für ein Gemeinde-Entwicklungskonzept – gut zwei Monate nach der begeisternden öffentlichen Präsentation ist im Ostseebad Nienhagen offenbar Ernüchterung eingekehrt. Gleich mehrere Mitglieder sind in den vergangenen Tagen aus der eigens geschaffenen, neunköpfigen Arbeitsgruppe ausgetreten.

 

OZ-Bild

Der Vorsitz in der AG hat für mich keinerlei Bedeutung – ich arbeite hier ja trotzdem weiter.“Wolfgang Lange (BIG)

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„Peter Zemelka und Haie-Jann Krause haben sich aus der vordersten Reihe zurückgezogen“, sagt Bürgermeister Uwe Kahl (CDU) und glaubt den Hauptgrund zu kennen: „Auslöser war ein Positionspapier der ,Bürgerinitiative Gemeinsam für Ostseebad Nienhagen’, das der Gemeindevertretung in der vergangenen Sitzung präsentiert wurde.“ Oder besser: präsentiert werden sollte. „In der Bürgerfragestunde sollte uns das Papier öffentlichkeitswirksam vorgelesen werden – das hat viele Mitglieder irritiert.“

Denn nach seiner Auffassung hätte eine Diskussion darüber zunächst in den nichtöffentlichen Teil gehört, sagt Kahl und kritisiert hier vor allem den Sprecher der Bürgerinitiative Gemeinsam für Ostseebad Nienhagen (BIG) Wolfgang Lange: „Mit Blick auf das Entwicklungskonzept redet niemand von CDU, FDP oder sonst was – nur Lange redet immer von BIG, BIG, BIG.“

Die Arbeit am Entwicklungskonzept habe nicht wirklich etwas mit dem Positionspapier zu tun, meint Lange: „Hier handelt es sich um die Meinung von ein paar Bürgern, die sich beispielsweise um die geplante Stranderweiterung mit Wasserwanderrastplatz oder eine Promenadenbebauung im Bereich des Toilettenhauses Gedanken machen – das ist doch legitim.“ Ein Hauptpunkt: das Erstellen objektiver Gutachten für diese Bau-Projekte. „Deshalb werden wir unser Positionspapier auf jeden Fall weiterverfolgen und die Gemeinde daran künftig auch messen“, kündigt der BIG-Sprecher an.

Peter Zemelka stellt klar: Sein Rückzug aus der Arbeitsgruppe stehe damit nicht ursächlich in Zusammenhang. „Ich lasse mich doch nicht von einem Positionspapier vertreiben.“ Er habe den Anforderungen – vor allem auch mit Blick auf seinen eigentlichen Job – zeitlich einfach nicht mehr gerecht werden können, erklärt der Steuerberater. Seinen Platz für den Tourismusbereich übernehme künftig mit Irina Kitzing die neue Leiterin der Kurverwaltung, sagt Zemelka und verspricht: „Natürlich werde ich der AG weiter beratend zur Seite stehen.“

Darüber hinaus gibt es weitere personelle Veränderungen: „Auf einer Zusammenkunft wurde jetzt Wolfgang Lange als Vorsitzender der Arbeitsgruppe abberufen“, sagt Bürgermeister Kahl. „Vorläufige Nachfolgerin ist Erika Höfer.“ Der Vorsitz habe für ihn keinerlei Bedeutung, erklärt Lange: „Ich arbeite hier ja trotzdem weiter.“ Er habe dem Personalwechsel zugestimmt, „damit die AG bestehen bleibt – man muss auch klein beigeben können, wenn ein Ziel erreicht werden soll“.

In der Sitzung am 7. Juni will der Bauausschuss über neues Personal beraten. „Es gibt da auch schon Vorschläge“, sagt Kahl. „Wichtig ist, dass die Arbeit am Entwicklungskonzept zügig weitergeht.“

Entwicklungskonzept für Nienhagen 2030

Ziel einer Arbeitsgruppe ist es, ein fundiertes, langfristiges und vor allem abgestimmtes Konzept für die langfristige Entwicklung des Ostseebades Nienhagen zu entwickeln – als Basis für weitere Pläne der Gemeinde sowie kurz- und mittelfristige Projekte.

Die Bürger sollen in gemeinsamen Workshops aktiv mitarbeiten, für September ist eine dritte Bürgerversammlung geplant, auf der ein erster Zwischenstand präsentiert werden soll. Ende 2016 soll das fertige Konzept schließlich stehen.

Grundsätzlich geht es um drei Kernfragen: Wo steht die Gemeinde heute, wie hat sie sich entwickelt und wodurch ist sie charakterisiert? Wie soll sie in 15 bis 20 Jahren aussehen? Was muss getan werden, um diese Ziele zu erreichen?

Lennart Plottke

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