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Rathaus soll drittes Schwimmbad planen

Stadtmitte Rathaus soll drittes Schwimmbad planen

Linke fordern konkrete Planungen für drittes Hallenbad / Landkreis soll sich an Kosten beteiligen

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Reicht längst nicht mehr aus für die vielen Wassersportler in Rostock: Das Neptun-Bad ist das einzige Hallenbad der Stadt. In Gehlsdorf betreibt die Wiro noch ein zweites.

Quelle: Ove Arscholl

Stadtmitte. Zwei öffentliche Schwimmbäder gibt es in Rostock – im Hansaviertel und in Gehlsdorf. Dass die beiden Bäder längst nicht mehr ausreichen, ist seit Jahren bekannt. Doch an das Thema „dritte Schwimmhalle“ hat sich bisher dennoch niemand rangewagt. Wie gesagt: bisher. Denn nun wollen die Linken in der Bürgerschaft, dass aus einer Forderung endlich ein konkreter Plan wird. Bis Anfang 2017 soll das Rathaus einen konkreten Plan für ein weiteres Schwimmbad ausarbeiten – mit konkreten Kosten und auch mit Vorschlägen für einen Standort. Doch Oberbürgermeister Roland Methling will da nicht mitmachen: Die Stadt habe frühestens in zwei Jahren finanziell Luft für eine neue Halle.

 

OZ-Bild

Wir haben 4000 Wasser- sportler in Rostock. Wir brauchen ein drittes Bad.“Karsten Kolbe, Linke

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Teurer Unterhalt

3,4 Millionen Euro kostet der Unterhalt des Neptun-Bades pro Jahr. Nur 500000 Euro davon sind durch Eintritte gedeckt.

„Schwimmen gehört zu den beliebtesten Sportarten in der wachsenden Hansestadt“, sagt jedoch Karsten Kolbe, Sportpolitiker der Rostocker Linken. Mehr als 4000 aktive Wassersportler gebe es in der Hansestadt – organisiert in rund 20 Vereinen und Verbänden. „Und da sind die Gesundheitskurse im Wasser für Senioren noch gar nicht mitgezählt“, so Kolbe. Für ihn stehe fest, dass Rostock eine weitere Halle benötige. „Ja, wir müssen uns weiterhin darum bemühen, die Schulden der Stadt abzubauen.“ Doch bei allem Sparen dürfe Rostock auch nicht den Blick für die Zukunft und Investitionen verlieren. „Wie sehr sich die Menschen in der Stadt mehr Schwimm-Kapazitäten wünschen, haben die Diskussionen um den Abriss des alten Außenbeckens am Neptun-Bad gezeigt“, erklärt Kolbe.

Dass eine Schwimmhalle nicht nur ein teures Bauprojekt ist, sondern auch im Unterhalt viel Geld kostet, sei den Linken bewusst: Allein für das Neptun-Bad muss die Hansestadt jährlich 2,9 Millionen Euro zuzahlen. „Deshalb soll das Rathaus auch prüfen, ob sich die Betriebskosten einer neuen Halle durch den Einsatz erneuerbarer Energien reduzieren lassen.“ Kolbe denkt dabei an Solar-Strom vom Hallendach oder an Erdwärme. Als Standort käme für die Linken nur der Nordwesten infrage.

Doch im Rathaus stößt die Idee einer neuen Schwimmhalle auf Widerstand: „Der Bau ist leider derzeit nicht finanzierbar – weder aus dem Stadthaushalt, noch über Kredite“, sagt OB Methling.

Darlehen würde das Land nicht genehmigen: „Ursache sind die Defizite, die Anfang der 2000er Jahre auch unter Mit-Verantwortung der Linken entstanden sind.“ Zunächst müsste Rostock diese Schulden abbauen: „Dann können wir schon in zwei Jahren – ab 2018 – über einen Kredit-finanzierten Schwimmhallen-Bau reden.“ Zum jetzigen Zeitpunkt sei die Idee aber ein „leeres Versprechen im Landtagswahlkampf“.

Eine Idee, wie sich Rostock den Bau leisten könnte: Methling soll mit den Nachbargemeinden und dem Landkreis reden, ob die sich eine finanzielle Beteiligung vorstellen könnten. Immerhin würden auch Bürger aus dem Landkreis eine Schwimmhalle nutzen. „Gerne thematisiere ich diesen Vorschlag in der nächsten Gesprächsrunde mit dem Landkreis“, so Methling. Im Rahmen der „nachbarschaftlichen Zusammenarbeit“ müsste Rostock dann auch über die Kosten für andere Angebote reden, die die Hansestadt auch für ihre Nachbarn vorhält – die HanseMesse etwa, die Stadthalle oder auch den Zoo.

Eduardo Catalán (FDP), Bürgermeister in Bargeshagen, steht für Gespräche offen: „Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, dass wir uns an einer neuen Schwimmhalle im Rostocker Nordwesten beteiligen.

Ich bin sogar dafür, dass wir uns gemeinsame teure Investitionen leisten, damit nicht einer die ganze Last tragen muss.“

Andreas Meyer

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