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Rechte Identitäre Bewegung will mit Verein Meinung machen

Rostock Rechte Identitäre Bewegung will mit Verein Meinung machen

„Heimwärts e.V.“ in Rostock angemeldet. Innenminister Caffier warnt vor einer Hass-Offensive.

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Daniel Fiß, Sprecher der so genannten Identitären Bewegung Deutschlands, bestätigt die Gründung des Vereins „Heimwärts“.

Quelle: Dietmar Lilienthal

Rostock. Die als rechtsextrem eingestufte sogenannte Identitäre Bewegung Deutschlands (IBD) baut offenbar ihr Netzwerk in Rostock aus. Führende Vertreter haben den Verein „Heimwärts“ gegründet und angemeldet, über den Einfluss auf die öffentliche Meinung genommen werden soll. Die Spitze der IBD bestreitet offiziell einen Zusammenhang. Die Bewegung ist Teil der Neuen Rechten, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) warnt: „Dieser Klub hat nur zum Ziel, über alles und jedem Hass abzuladen und rechtes Gedankengut zu erzeugen.“

„Einflussnahme auf die öffentliche Meinung und Willensbildung“ steht als Vereinszweck in der Satzung von „Heimwärts e.V.“ Ende Oktober wurde der Verein ins Rostocker Vereinsregister eingetragen. Vereinschef ist demnach Hannes Krünägel (27), ein Kopf der Identitären Bewegung in MV. Die Post geht zur Privatadresse von Daniel Fiß (23), dem zweiten Bundessprecher der IBD, im Rostocker Stadtteil Evershagen. Der bestätigt zwar eine Vereinsgründung. „Heimwärts e.V.“ habe aber „vorerst“ nichts mit den Identitären zu tun, so Fiß.

Das sehen Beobachter ganz anders. Für Carsten Koschmieder, Extremismusexperte an der Freien Universität Berlin, ist somit klar: Der Verein bestehe „zu einem großen Teil aus Menschen mit einem rechtsextremen Weltbild“. Denn die IBD sei „ganz klar rechtsextrem“, ihre Ideologie „völkisch-nationalistisch“.

Der Verfassungsschutz des Landes beobachte die IBD weiterhin, erklärt Michael Teich, Sprecher des Innenministeriums, – „aufgrund tatsächlicher Anhaltspunkte für rechtsextremistische Bestrebungen“. Hans-Georg Maaßen, Chef des Bundesverfassungsschutzes, warnte vor „Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung“. Die IBD weist Anschuldigungen zurück.

OZ

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