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Rostock fehlen Freiwillige für die Landtagswahlen

Stadtmitte Rostock fehlen Freiwillige für die Landtagswahlen

Stadt wirbt mit Flyern und Plakaten um Wahlhelfer für den 4. September – noch mehr als 300 Ehrenamtler fehlen der Wahlleitung / Aufwandsentschädigung aufgestockt

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Wahlleiter Robert Stach und Bettina Bestier, Leiterin der Wahlbehörde, werben um freiwillige Helfer für die Wahllokale.

Quelle: Philip Schülermann

Stadtmitte. Die Vorbereitungen für die Landtagswahlen am 4. September laufen auf Hochtouren. Im Wahlkreis Rostock fehlen aber noch Wahlhelfer, die die Stimmen der Wähler auszählen. Die Stadt setzt nun auf eine Marketing-Offensive und hofft, noch genügend Freiwillige zu finden. Schafft sie das nicht, muss sie Helfer bestimmen.

„Hast du etwas Zeit für mich?“, „Lass uns was anzetteln“, „Stell’ dir vor, es ist Wahl und keiner zählt mit“: So lauten Sprüche, mit denen die Stadt Rostock um freiwillige Wahlhelfer wirbt.

Vielerorts hat die Stadt Plakate aufgehängt und Flyer und Postkarten verteilt. Denn der Wahlleitung fehlen eine Menge Helfer für die Wahllokale. „Wir haben dafür Geld in die Hand genommen“, sagt Bettina Bestier, Leiterin der Wahlbehörde. Etwa 10000 Euro kostet laut Stadtsprecher Ulrich Kunze die Werbung.

1300 Wahlhelfer brauchten sie insgesamt, sagt Wahlleiter Robert Stach, „300 brauchen wir auf jeden Fall noch, 400 wären besser, dann hätten wir einen Puffer“, sagt er. Schließlich könne es auch mal sein, dass ein Helfer doch nicht komme oder krank werde.

Die Ehrenamtler können sich aussuchen, in welchem Ortsteil sie Stimmen zählen und Namen abhaken. Die Mitarbeiter der Wahlbehörde würden versuchen, alle Wünsche zu berücksichtigen. Sechs Wahlhelfer braucht jedes Lokal mindestens, acht wären optimal. Drei von ihnen müssen immer anwesend sein. Die Teams bestehen aus Vorstehern und Schriftführern mit jeweiligen Stellvertretern sowie Beisitzern.

Sie sorgen dafür, dass die Landtagswahl reibungslos abläuft, und zählen ab 18 Uhr die Stimmen aus. Am 15. August bietet die Stadt eine Schulung an. Aber auch diejenigen, die sich später melden, werden noch für die Aufgaben geschult. Robert Stach und Bettina Bestier hoffen, niemanden zwangsverpflichten zu müssen. „Wir setzen sehr auf Freiwilligkeit“, sagt Bestier. Bei vergangenen Wahlen hatte die Stadt schon Helfer berufen müssen.

Warum es so schwer ist, Wahlhelfer für die Landtagswahlen zu finden, wüssten Stach und Bestier nicht. Vielleicht liege es an der Anonymität in der Stadt – auf dem Land gebe es diese Probleme nicht, dort sei es ein Selbstverständnis, die Wahlen zu unterstützen. Wegen der Sommer- und Semesterferien sei es zusätzlich schwer, junge Leute zu bekommen. „Geld ist für viele kein Anreiz“, sagt Robert Stach. Dennoch hat die Stadt die Aufwandsentschädigung erhöht. Je nach Funktion bekommen die Ehrenamtler nun 30 bis 40 Euro.

Freiwillige können sich online unter www.rostock.de/wahlen die Bereitschaftserklärung herunterladen und an wahlhelfer@rostock.de senden. Oder „einfach herkommen“, so Bettina Bestier. Die Wahlverwaltung hat ihren Sitz im Rathaus.

Die Landtagswahlen

Am 4. September sind Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Der Landtag in Schwerin setzt sich aus 71 Abgeordneten zusammen. 36 Wahlkreise gibt es im Land, genauso viele Abgeordnete ziehen in den Landtag ein. Sie werden mit der Erststimme gewählt. Mit der zweiten Stimme wählt der Stimmberechtigte die Kandidaten einer Partei auf ihrer Landesliste.

Fünf Jahre zuvor , am 18. September 2011, fanden die letzten Landtagswahlen in MV statt. Die SPD gewann deutlich vor der CDU und den Linken. 51,5 Prozent der Bürger gaben ihre Stimme ab – so wenig wie noch nie zuvor seit 1990.

Philip Schülermann

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