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Rostocker Politik streitet um Kritzmows Bauprojekte

Kritzmow/Nienhagen Rostocker Politik streitet um Kritzmows Bauprojekte

OB soll bis Oktober Kompromiss für Zustimmung zu Umland-Vorhaben prüfen / CDU fordert sofortige Zulassung

Kritzmow/Nienhagen. Der Streit der Umland-Gemeinden mit Rostock um geplante neue Wohngebiete beschäftigt auch die Rostocker Bürgerschafts-Ausschüsse. Der Oberbürgermeister der Hansestadt soll nun Kompromisslösungen erarbeiten. Das geht aus einer neuen Beschlussvorlage für die Bürgerschaft hervor, auf die sich die Ausschüsse für Bauen und für Stadtentwicklung verständigt haben.

Demnach soll OB Roland Methling beauftragt werden, bis Oktober zu prüfen, unter welchen Bedingungen er den Bauvorhaben in Kritzmow und Nienhagen zustimmen kann. Die Rostocker Bürgerschaft entscheidet über diesen Prüfauftrag Anfang März.

Bei der Rostocker CDU stößt die neue Idee jedoch auf Ablehnung. „Wir können das nicht auf die lange Bank schieben. Wir haben schon jetzt riesigen Nachholbedarf beim betreuten Wohnen. Deshalb müssen wir solche Bauprojekte schleunigst ermöglichen“, sagt Ulrike Jahnel (CDU) vom Ausschuss für Stadtentwicklung. Es sei ein Problem, das alle angehe. Die Konservativen fordern deshalb in einer eigenen Beschlussvorlage, den OB damit zu beauftragen, bestimmte Bauvorhaben im Umland sofort zuzulassen. Konkret sind das die „Mehrgenerationenhäuser am Karauschensoll“ und das „Betreute Wohnen am Karauschensoll“ in Kritzmow sowie „Am Beiksoll“ in Nienhagen. Aus Sorge um einen langen Gerichtsstreit hatte Kritzmow nach dem Rostocker Veto die Pläne für barrierefreies und betreutes Wohnen zunächst ad acta gelegt. „Dabei ist dies Daseinsvorsorge für die Bewohner unserer Gemeinde und kein überörtlicher Zuzug“, war Bürgermeister Leif Kaiser verärgert.

„Ich finde das peinlich gegenüber den betroffenen und bedürftigen Menschen“, sagt Rainer Bauer vom Methling-nahen Wählerbündnis Unabhängige Bürger für Rostock. Auch er spricht von „Verzögerungstaktik“. Es dauere ohnehin Jahre, bis der Bau umgesetzt werde. Nun soll obendrauf noch ein halbes Jahr gewartet werden. Das funktioniere nicht, sagt Bauer.

Die Mehrheit der Ausschussmitglieder stimmte für einen Prüfauftrag, weil auch die Nachbargemeinden sich auf Rostock zubewegen müssten. „Wir können nicht sagen, wir lassen euch das jetzt mal machen, ohne dafür etwas zu bekommen. Das geht gar nicht“, sagt Andreas Engelmann (Linke), Chef des Ausschusses für Stadtentwicklung. Die Forderungen des OB nach einem finanziellen Ausgleich seien schließlich berechtigt. Wenn Methling nun schaue, unter welchen Bedinungen er zustimmen könnte, sei dies vielleicht eine Chance, mit den Gemeinden ins Gespräch zu kommen und einen Kompromis zu finden. aw/dk

OZ

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