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Sanierung beginnt: Matrosen erhalten neuen Vorplatz

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Sanierung beginnt: Matrosen erhalten neuen Vorplatz

Erneuerung von Denkmal und Umfeld kostet drei Millionen Euro

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Das Umfeld des Matrosendenkmals am Kabutzenhof wird komplett neu gestaltet.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Der Stadthafen erhält einen neuen Platz, um den Blick auf das Wasser zu genießen, eine „Wohlfühloase“ soll es werden. Nach jahrelangen Diskussionen beginnt noch in diesem Jahr die Sanierung des Matrosendenkmals mit einer kompletten Umgestaltung des Umfelds. Die konkreten Pläne stellte Kulturamtsleiterin Michaela Selling im Ortsbeirat Stadtmitte zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Die Gesamtkosten sind mit drei Millionen Euro veranschlagt. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten beginnen und im November 2018 fertig sein.

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Erneuerung von Denkmal und Umfeld kostet drei Millionen Euro

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Die Aufgabe hieß, das Denkmal zu restaurieren und einen „öffentlichen Freiraum mit Aufenthaltsqualität“ zu schaffen. Dafür wurden verschiedene Varianten untersucht, auch ein Grund, warum sich die Planungen in die Länge zogen. Nach den Untersuchungen war dann klar: „Wir müssen Platz gewinnen , um eine attraktive Laufzone hinzubekommen“, erläutert Thomas Werner aus dem Kulturamt. Weder eine Erneuerung der bestehenden Spundwand noch eine „Art Brücke“ hätten zu dem gewünschten Ergebnis geführt. Nun wird am Wasser eine zusätzliche Fläche als Promenade aufgeschüttet und mit großen Steinen befestigt. Entstehen wird eine komplett barrierefreie Verbindung vom Fähranleger Kabutzenhof bis auf das ehemalige Neptun-Werftgelände, kündigt Thomas Werner an. Integriert werde der benachbarte Rasenplatz mit zwei Baumreihen.

Auch in einer anderen Fragen mussten die Planer entgegen ersten Präsentationen aus dem vergangenen Jahr umdenken. Pläne, die ganze Anlage abzubauen, zu verschieben und an anderer Stelle in einer schmaleren Form neu aufzubauen wurden verworfen, berichtet Thomas Werner. Zur Restaurierung bleiben die beiden neun Meter hohen Matrosen auf ihrem Sockel. Die Reliefwand von Reinhard Dietrich wurde bereits 1970 eingeweiht und die Großplastik von Wolfgang Eckardt kam erst 1977 dazu.

Restauratoren hätten dringend davon abgeraten, die Großplastik zu demontieren. Den Grund erläutert Thomas Werner: Diese wurde im damaligen Leningrad gegossen und in Einzelteilen nach Rostock transportiert. Erst am Kabutzenhof wurden diese vom Bildhauer zusammengefügt. Bei einer Demontage wäre zu befürchten, dass der Zusammenbau zum Problem würde, erläutert Werner. Vor allem wegen der Qualität der Materialien. „Damals wurde genommen, was gerade da war.“ Bei der Sanierung geht es auch darum, dass sich zukünftig keine Feuchtigkeit mehr in den Matrosen sammeln kann. „Das Denkmal wird nach der Sanierung noch genauso aussehen“, verspricht Thomas Werner. Seit langem war jedoch klar, dass der Zustand des Traditionskabinetts unter dem Sockel keine Sanierung zulässt. Frühere Überlegungen, im Bereich des Denkmals die Reste des alten Bäderschiffs „Undine“ unterzubringen, spielen keine Rolle mehr.

Mit den ersten Umgestaltungsarbeiten beginnt die Stadt noch in diesem Jahr. Der Ortsbeirat Stadtmitte stimmte den Plänen zu, berichtet der Vorsitzende Werner Simowitsch (Linke). Nächsten Mittwoch werden sie im Ortsbeirat Kröpeliner-Tor-Vorstadt präsentiert. Nach der Fertigstellung plant das Kulturamt im November 2018 eine Ausstellung, um den Rostockern die Geschichte des Denkmals im Stadthafen passend zum 100-jährigen Jubiläum der russischen Novemberrevolution näherzubringen.

Erst 1977 kam die Plastik

Die Matrosen-Gedenkstätte am Rostocker Stadthafen erinnert an die revolutionären Matrosen zum Ende des Ersten Weltkrieges. Sie wurde von den Künstlern Wolfgang Eckardt und Reinhard Dietrich erschaffen und am 16. September 1977 offiziell eingeweiht. Die Reliefwand von Reinhard Dietrich wurde bereits 1970 enthüllt.

Dietrichs Monumentalplastik kam erst sechs Jahre später dazu. Sie wurde im damaligen Leningrad gegossen, in Einzelteilen nach Rostock geliefert und erst hier zusammengesetzt. Die Anlage ist heute ein eingetragenes Denkmal.

Thomas Niebuhr

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