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Schwesig fordert mehr Einsatz von Männern

Sexismus und Altherrenwitze Schwesig fordert mehr Einsatz von Männern

Die Bundesfamilienministerin widerspricht ihrer Amtsvorgängerin Kristina Schröder (CDU). Altherrenwitze seien ein Ausdruck mangelnder Wertschätzung und fehlender Gleichberechtigung, sagt Manuela Schwesig (SPD).

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Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (SPD) spricht in Berlin zu einem Bundesprogramm (Symbolbild).

Quelle: Britta Pedersen/dpa

Rostock/Berlin. Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig hat zu einem verstärkten Kampf gegen Sexismus in Politik und Gesellschaft aufgerufen. „Ich würde mir wünschen, dass auch mehr Männer das Wort erheben gegen Sexismus“, sagte die stellvertretende SPD-Vorsitzende der Funke-Mediengruppe. Zuletzt waren entsprechende Vorwürfe gegen den Berliner CDU-Vorsitzenden Frank Henkel erhoben worden. Allerdings hatten sich auch CDU-Frauen gegen die Urheberin gewandt.

Die Grenze sei überschritten, „wenn Sprüche oder Handlungen die Persönlichkeit verletzen, wenn die Frau auf das Sexuelle reduziert wird“, erklärte Schwesig. „Viele denken ja, bei Altherrenwitzen soll man sich nicht so haben. Aber diese Haltung ist nicht akzeptabel.“ Sie sei ein Ausdruck mangelnder Wertschätzung und fehlender Gleichberechtigung.

Die Ministerin widersprach ihrer Amtsvorgängerin Kristina Schröder (CDU), die vor einer sterilen Gesellschaft gewarnt hatte, in der vorschnell Sexismus-Vorwürfe erhoben werden. „Diese Gefahr sehe ich überhaupt nicht“, sagte sie. Schwesig wandte sich aber gegen Rechtsverschärfungen, etwa einen neuen Strafrechtsparagrafen „Sexuelle Beleidigung“.

Auch Schwesig selbst habe die Erfahrung gemacht, dass ihr Äußeres thematisiert worden sei und nicht die politischen Inhalte, für die sie stehe, sagte Schwesig. So sei sie unter anderem als "Küsten-Barbie" betitelt worden und Unionsfraktionschef Volker Kauder habe über sie gesagt, sie solle nicht so weinerlich sein. Das sei "nichts Weltbewegendes, aber damit fängt es an", sagte Schwesig.

OZ

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