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Schwimmhalle im Nordwesten

Evershagen Schwimmhalle im Nordwesten

und Geld für Wege Ortsbeiräte im Wahlkreis 5 schildern Sorgen und Nöte in den Stadtteilen

Evershagen. Die Hansestadt Rostock ist zur Landtagswahl am 4. September in vier Wahlkreise eingeteilt, die die OSTSEE-ZEITUNG vorstellt – mit Sorgen und Nöten in den Stadtteilen, mit Erwartungen an die Kandidaten, die sich zur Wahl stellen. Zum Wahlkreis 5/Hansestadt II gehören die Stadtteile Lütten Klein, Evershagen und Reutershagen ohne das Komponistenviertel.

„Super Lage zwischen City und Strand“, beschreibt Ortsbeiratsvorsitzender Niels Schönwälder kurz und knapp seinen Stadtteil Evershagen, in dem Jung und Alt seit Jahrzehnten gut miteinander leben.

„Wir haben kaum Leerstand, die Wohnungen sind durchsaniert, am Rande haben wir inzwischen schicke Einfamilienhaussiedlungen“, berichtet er stolz. Und dennoch gibt es Wünsche: Eine öffentliche Toilette beispielsweise fehlt. „Fahrradwege sind kaum vorhanden“, bemängelt Schönwälder. Ja, und dass der Verkehr durch die Straßenbahn-Ampelregelung in der Bertolt-Brecht-Straße „gebremst“ werde, gefalle vielen Evershägern auch nicht.

Mehr Polizeipräsenz für ein besseres Sicherheitsgefühl und mehr Geld für die Kinder- und Jugendarbeit – da erhofft sich der Ortsbeirat Evershagen politische Unterstützung von den künftigen Landtagsabgeordneten. Vielleicht lässt sich auch noch Geld für einen ganz großen Traum locker machen – für eine Schwimmhalle im Nordwesten. Die würde auch den Lütten Kleinern gefallen, die mit Kino, großem Einkaufscenter, Ärztehaus in vielerlei Hinsicht gut aufgestellt sind.

Ein Dorn im Auge sind den Einwohnern des ersten neuen Rostocker Stadtteils im Nordwesten die Ruinen der Allende-Klinik. 1973 als Poliklinik übergeben, steht das Gebäude seit 2005 leer und wuchert seitdem zusehends zu. Die Wohnungsgenossenschaft (WG) Union hat das Grundstück in Lütten Klein 2011 gekauft und will dort Wohnungen errichten. „Der Abriss beginnt erst, wenn wir die Genehmigung haben, dass wir dort bauen können“, betont Union-Vorstand Gunnar Przybill immer wieder. Und so warten Ortsbeirat und Stadtteil nun auf den Start, der 2018 nach 13 verwilderten Jahren endlich kommen soll.

Seit 1922 gibt es den Stadtteil Reutershagen. „Hier wohnt man ruhig und sicher, nahe der Natur“, schwärmt Ortsbeiratschef Peter Jänicke. „Wir haben eine gute Verkehrsanbindung, gute Einkaufsmöglichkeiten, und auch die medizinische Versorgung sieht gut aus.“ Nur bei Gehwegen und Straßen im Stadtteil gebe es großen Nachholbedarf. Da wünscht sich Jänicke mehr finanzielle Unterstützung aus Schwerin für die Stadt. „Die Sparbemühungen Rostocks sollten vom Land stärker anerkannt werden, damit die Stadt vielen Anforderungen gerecht werden kann, Luft für Projekte hat.“

Der Stadtteil verjünge sich gerade auffällig. „Viele junge Familien ziehen nach Reutershagen“, freut sich der Ortsbeiratschef. Da müsse auch im Umfeld mit Spielplätzen und Schulen einiges getan werden. Ein Schwerpunkt in Reutershagen ist die Umgestaltung des Marktes. „Darüber haben wir lange mit den Ämtern diskutiert“, berichtet Jänicke, der sich darüber ärgert, dass der damit auch geplante Kreisverkehr an der Kreuzung Ulrich-von-Hutten-Straße/Goerdelerstraße nicht mehr aktuell scheint. „Die Kreuzung muss verändert werden, sonst ist das alles nur halber Kram“, erklärt der Ortsbeiratsvorsitzende. „Hierfür sind Fördergelder nötig.“ Wie auch seine Amtsbrüder und -schwestern wünscht sich Jänicke in Zukunft mehr rechtzeitige Kommunikation und Koordination zum Beispiel bei Bauvorhaben in der Stadt.

Doris Kesselring

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