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Spitzenkandidaten bei Redewettstreit mit Jugendlichen

Rostock/Schwerin Spitzenkandidaten bei Redewettstreit mit Jugendlichen

Debatten sind Politiker gewohnt - Wortgefechte mit Schülern eher nicht. Vor der Landtagswahl durften zwei Jugendliche mit Spitzenkandidaten über deren Wahlkampfthemen streiten.

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Zwei Jugendliche lieferten sich im Schweriner Landtag einen Schlagabtausch mit den Spitzenkandidaten zur Landtagswahl.

Quelle: Cornelius Kettler

Rostock/Schwerin. Knapp sieben Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sind zwei Spitzenkandidaten am Dienstag zu Rededuellen mit Jugendlichen im Schweriner Schloss angetreten. Während der jeweils zwölfminütigen Debatten im Plenarsaal standen von den Politikern ausgesuchte aktuelle Wahlkampfthemen auf dem Programm. „Das ist kein Routinetermin“, sagte Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD), die als Vorsitzende dabei war.

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) versuchte, seinen Gesprächspartner Hannes Michallik vom Ausbau erneuerbarer Energien zu überzeugen. Der 18-Jährige hielt aber dagegen: „Wer will schon ein Windrad vor der Haustür“, argumentierte der Gymnasiast.

Die 3. Landtagsvizepräsidentin Silke Gajek (Grüne) sprach sich bei dem Schlagabtausch mit der Schülerin Kim Ariane Schmidtchen für die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre aus. Die Gymnasiastin ließ sich nicht beirren und schmetterte der Politikerin selbstbewusst Umfrageergebnisse entgegen, die belegen sollten, dass Jugendliche in diesem Alter kein Interesse haben zu wählen. „Vor den Debatten bereiten wir uns ordentlich auf die Themen vor“, sagte Hannes vor dem Schlagabtausch mit dem Ministerpräsidenten.

Innenminister Lorenz Caffier, Spitzenkandidat der CDU, war aus Termingründen nicht erschienen. Auch Linken-Spitzenmann Helmut Holter sagte ab. Vertreten wurden die Positionen deren beider Parteien bei den Debatten von den Gymnasiasten Gregor Heilborn und Jan-Eric Fähnrich. Die beiden lieferten sich Wortgefechte zur Legalisierung von Cannabis sowie einer Personalaufstockung beim Verfassungsschutz.

Im Anschluss an die Diskussionen war das Publikum gefordert. Die 120 Schüler hatten Gelegenheit Fragen zu stellen und Stellung zu den diskutierten Themen zu beziehen.

„Jugend debattiert“ wurde zum dritten Mal im Schweriner Landtag veranstaltet. Die Jugendlichen sind Sieger eines landesweiten Debattierwettbewerbs. Der Redewettstreit war der Auftakt einer sogenannten Juniorwahl, bei der mehr als 10 000 Schüler aus ganz Mecklenburg-Vorpommern vor den Sommerferien die Landtagswahl simulieren.

OZ

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