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Stadt: Fußgängerampel in der Langen Straße kann weg

Stadtmitte Stadt: Fußgängerampel in der Langen Straße kann weg

Spätestens im nächsten Jahr muss die Anlage kostspielig ersetzt werden / Stadt denkt nun über günstige Alternativen nach / Beiräte und Bürger sind dagegen

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Die Ampelanlage, die Fußgänger über die Lange Straße lotst, soll spätestens im kommenden Jahr erneuert werden.

Quelle: Thomas Ulrich

Stadtmitte. Eine Fußgängerampel in der Innenstadt sorgt für Diskussionen: Im kommenden Jahr hat die Signalanlage, die von der Breiten Straße über die Lange Straße führt, aus Altersgründen ausgedient. Eine Möglichkeit wäre für die Stadt nun, dass Fußgänger dort künftig ohne Ampel über die Straße kommen müssen. Ein Unding – meinen Rostocker Beiräte und Bürger.

 

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Auch ein Zebrastreifen wäre zu gefährlich. Die Ampel sollte bleiben.“Detlef Karczewski (42), Rostock

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170 000 Euro für neue Anlage

170 Ampelanlagen gibt es in Rostock. Die Stadt strebt einen sukzessiven Rückbau an. Ersetzt werden können sie durch Fußgängerüberwege, vereinfachte Schaltungen oder verbesserte Steuerungen. Auch ein Entfall oder Neubau ist möglich. Die Ampelanlage in der Breiten Straße muss ausgetauscht werden. Rostock hat dafür 170000 Euro zur Verfügung.

Dass die aktuelle Ampelanlage definitiv ausgetauscht werden muss, bestätigt Bausenator Holger Matthäus (Grüne). Für Ersatz sollen bereits 170 000 Euro in den städtischen Haushalt eingestellt worden sein. „Wir überlegen nun, ob es günstigere Varianten gibt, als diese Ampeln komplett zu ersetzen. Mein Ziel ist es, die gleiche Sicherheit bei weniger Geld zu erreichen“, sagt er. Möglich wäre an dieser Straßenüberquerung ein Zebrastreifen und zusätzliche Hilfen für Blinde, Warnblinker bei Straßenbahnfahrten sowie akustische Signale. „Das ist wesentlich günstiger und an dieser Stelle, wahrscheinlich auch verkehrssicherer“, so Holger Matthäus.

Ein Grund für diese Idee sei die „Verampelung“ in Rostock, wie Matthäus es formuliert. 170 zum Teil komplexe Ampelanlagen befinden sich in Rostock. Viele Bürger würde dies stören. „Ich versuche gemeinsam mit dem Amt für Verkehrsanlagen, hier einen sukzessiven Rückbau zu erreichen. Grundsätzlich wird vor dem Ersetzen alter Anlagen die Notwendigkeit eines weiteren Betriebs geprüft.“

Im Ortsbeirat Stadtmitte landete das Ampel-Thema bereits auf der Tagesordnung. Hier waren sich die Mitglieder einig, dass die Ampel an der Langen Straße unbedingt stehen bleiben muss. Sie sprachen sich einstimmig für den Erhalt der Ampel aus. „Die befindet sich dort nicht ohne Grund. Sie muss bleiben“, betont der stellvertretende Vorsitzende Andreas Herzog (SPD). „Auch der Takt der Straßenbahn würde mit einer Änderung durcheinandergebracht“, meint Christoph Eisfeld (UFR). Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) will erst einmal die anstehenden Gespräche mit der Stadt abwarten.

„Wichtig ist, dass die verschiedenen Varianten abgewägt werden und sich für die sicherste entschieden wird“, sagt RSAG-Sprecherin Beate Langner.

Probleme könnte es aus Sicht der Kritiker auch für ältere Menschen oder Leute mit Seh- und Gehbehinderungen geben. Obwohl für Autofahrer in der Langen Straße Tempo 30 gilt, halte sich nicht jeder daran. Um über die Straße zu gelangen, müssen jeweils zwei Radwege, Fahrbahnen sowie Gleise überquert werden. Aus diesem Grund sprechen sich sowohl der Behinderten-, als auch der Seniorenbeirat sowie der Blinden- und Sehbehindertenverein gegen den Abbau der Ampel aus. „Selbst ein Zebrastreifen würde nicht viel bringen. Leute mit Langstock würden die immer leiser werdenden Autos und Bahnen kaum wahrnehmen können. Sie brauchen eine akustische Hilfe. Und dies ist nur ein Beispiel“, sagt die Behindertenbeauftragte Petra Kröger. Sie wird sich in der kommenden Woche zusammen mit Vertretern vom Amt für Verkehrsanlagen, der Verkehrsbehörde, der Rostocker Straßenbahn AG und dem Mobilitätsbeauftragten beraten.

Mathias Otto

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