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Steht die Nordkante auf der Kippe?

Stadtmitte Steht die Nordkante auf der Kippe?

Linke fordern Bürgerentscheid / Quartierblatt vertagt / Nun soll es Gespräche zwischen den Fraktionen geben

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Die Entwürfe für Rostocks Nordkante werden Hauptthema der fraktionsübergreifenden Gespräche am Montag sein. Entwurf: SMAQ

Stadtmitte. Mehr als 320 000 Euro wurden bisher in die Planung zur Bebauung der Nordkante investiert. Laut Linken-Chefin Eva Maria Kröger ist dies jedoch kein Grund dafür, nicht noch einmal die Bürger zu befragen, ob der Abschnitt am Neuen Markt überhaupt bebaut werden solle.

 

OZ-Bild

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um zu fragen, ob gebaut wird oder nicht.“Eva-Maria Kröger (Linke), Fraktionsvorsitz

Quelle:

Mehr als 320 000 Euro

220 000 Euro wurden für Durchführung, Planungsgrundlagen, Preisgelder und Preisgerichtshonorare beim städtebaulichen Wettbewerb investiert.

Das Quartierblatt legt fest, auf welchen Flächen die Gebäude entstehen, welche Häuser Giebel bekommen, wo Wohnungen, Geschäfte, Verwaltung oder kulturelle Einrichtungen stehen. 100 000 Euro wurden dafür ausgegeben.

Die Personalkosten  der Verwaltung sind in den Kosten nicht enthalten.

„Mich ärgert diese Argumentation“, sagt Kröger. In ihren Reihen habe es schon lange Skepsis über das Mammut-Projekt gegeben. „Wir wollten aber dem städtebaulichen Wettbewerb eine Chance geben, um zu sehen, was entstehen könnte.“ Gerade jetzt sei ein guter Zeitpunkt gekommen, um die Bürger über eine Realisierung der Nordkante entscheiden zu lassen. Die vorgestellten Ideen sind laut Kröger jetzt sogar ein Vorteil. „Die Menschen können durch die konkrete Vorstellung besser beurteilen, ob sie dafür oder dagegen sind.“

Fünf Gebäudekomplexe sollen an der Nordkante des Neuen Marktes sowie zwischen Rathausanbau, An der Hege und Kleiner Wasserstraße bis Krämerstraße entstehen. In einem Quartierblatt sind die Vorlagen für die Bebauung genau festgelegt. Nach dem Beschluss durch die Bürgerschaft könnten die Maßnahmen zur Vorbereitung der Bebauung beginnen. Bereits im November könnte — nach einer positiven Bestätigung — der Hochbau-Wettbewerb starten. Dann könnten 2020 die Bagger rollen.

Doch für den Entwurf des Komplexes vor der Marienkirche scheint es Nachbesserungsbedarf zu geben. Gleich elf Änderungsanträge wurden zum Quartierblatt eingereicht. Durch die offenbare Uneinigkeit der Bürgerschaft wurden bei der Sitzung am Mittwoch alle Punkte zu dem Thema vertagt. Die erneute Verzögerung sieht Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) mit Skepsis. „Es ist sehr bedauerlich, dass die engagierte und kompetente Arbeit zahlreicher Mitarbeiter in den vergangenen zehn Jahren jetzt durch die Bürgerschaft infrage gestellt wird.“ Alle Grundsatzfragen seien bereits gestellt und umfassend beantwortet worden. Dennoch wollen sich die Fraktionen jetzt am 11. April treffen, um gemeinsam über das Thema zu reden. „Es ist ein konstruktiver Prozess angelaufen“, kommentiert Kröger.

Auf den Vorschlag für einen Bürgerentscheid zum Baufeld an der Kirche reagieren andere Parteien mit Vorbehalt. „Bürgerbeteiligung ist grundsätzlich gut, aber entschieden wird in der Bürgerschaft“, urteilt Berthold F. Majerus (CDU). Uwe Flachsmeyer (Grüne) kann den Grundgedanken, Bürger miteinzubeziehen, gut nachvollziehen. „Sie sollten jedoch nicht nur über einen Punkt öffentlich abstimmen können, sondern am Gesamtprozess beteiligt werden“, so Flachsmeyer. Man müsse ihnen die Möglichkeit geben, in Foren mitreden zu können. Steffen Wandschneider (SPD) bezeichnet den Zeitpunkt als „merkwürdig“. „Entweder sie kommt fünf Jahre zu spät oder die Linken-Fraktion verfolgt ein anderes Ziel“, vermutet Wandschneider. Malte Phillip (UFR) tut es als reinen Populismus ab. „Es ist ein schlichtes Wahlkampfmanöver“, sagt er entschlossen. In einer repräsentativen Demokratie müsse man sich der Schwere seiner Verantwortung stellen und auch Entscheidungen treffen. Wie diese aussehen könnten, sollen die Gespräche am Montag zeigen.

Von Johanna Hegermann

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