Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Stellflächen-Not: Stadthalle bekommt zwei Parkhäuser

Südstadt Stellflächen-Not: Stadthalle bekommt zwei Parkhäuser

Verhandlungen mit Investor für Teil der Flächen laufen

Voriger Artikel
Alte Zuckerfabrik: Bürgerschaft hebt Sperre für Konzerte auf
Nächster Artikel
Petritor: Bürger entscheiden

Ein Teil des Parkplatzes der Stadthalle Rostock soll bebaut werden. Neben einem Discounter ist auch ein Parkhaus ist im Gespräch. Derzeit verhandelt die Stadt mit einem potenziellen Investor.

Quelle: Fotos: Manfred Sander (1), Dirk Behm (1)

Südstadt. Gleich zwei Parkhäuser sollen ein Verkehrsproblem rund um die Stadthalle beseitigen. Eines auf der Bahnhofsseite mit gut 1000 Stellplätzen ist seit längerem im Gespräch, nun könnte an der Erich-Schlesinger-Straße ein weiteres mit mehreren Hundert Plätzen hinzukommen – dort wo die Stadthalle einen Teil ihrer Flächen für eine Bebauung abgeben soll.

 

OZ-Bild

Die Idee, die uns jetzt vorgestellt wurde, hat gute Ansätze.Petra Burmeister Stadthallen-Chefin

Dabei gehe es immerhin um 7000 Quadratmeter städtischer Fläche, erläutert Matthias Horn aus dem Büro von Oberbürgermeister Roland Methling (UFR). Die Stadt wünscht sich ein Multifunktionsgebäude, mit einem potenziellen Investor werde aktuell verhandelt. An dieser Stelle soll Ersatz für weggebrochene Einzelhandelstandorte von Nettos in der Südstadt geschaffen werden, ebenso sind betreutes und studentisches Wohnen wie Büroflächen im Rathaus gewünscht. „Wir wollen mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen“, sagt Matthias Horn.

Dazu gehöre auch ein integriertes Parkhaus. Ziel sei es am Ende mehr Parkplätze für die Stadthallenbesucher zu haben als jetzt. Selbst die 1000 neuen Stellflächen neben dem Bahnhof würden für die Stadthalle nach dem aktuellen Umbau und einer Zahl von zukünftig bis zu 6000 Besuchern nicht reichen, zumal dort auch eine neue Sport-Arena im Gespräch ist. Für das Areal gebe es noch keine konkreten Konzepte.

Zurzeit, erläutert Horn, sitzen Verwaltung, Stadthalle und der potenzielle Investor zusammen, um nach einem funktionierenden Konzept für die Fläche an der Erich-Schlesinger-Straße zu suchen. „Wir befinden uns in harten und schwierigen Verhandlungen.“ Horn hofft, in einigen Wochen eine Lösung präsentieren zu können.

Als vor einigen Monaten bei einer Sitzung des Planungs- und Gestaltungsbeirats bekannt wurde, dass sie ein Teil ihres Parkplatzes für eine Bebauung abgeben soll, schlug Stadthallen-Chefin Petra Burmeister noch die Hände über dem Kopf zusammen. Auch der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Andreas Engelmann (Linke), hatte erklärt einer Bebauung nicht zuzustimmen, wenn es keine Lösung für das Stadthallen-Parkproblem gebe. „Die Idee, die uns jetzt vorgestellt wurde, hat gute Ansätze und ist akzeptabel“, sagt Petra Burmeister. Ihre klare Ansage: „Es darf keine Verschlechterung geben, und es müssen dauerhaft genügend Parkplätze zu Verfügung stehen.“ Zudem müsse die Logistik, also die Belieferung der Stadthalle gesichert werden.

Noch gebe es weder ein Konzept noch einen Zeitplan, erklärt Matthias Horn. Am Ende sei klar, ein Investor müsse das Parkhaus in sein Gebäude integrieren, wenn die Pläne aufgehen sollen. „Gut aussehen soll es auch noch.“ Auch dürfe der Stadthallen-Parkplatz nicht losgelöst von der gesamten Südstadt-Entwicklung zwischen Bahnhof und Erich-Schlesinger-Straße betrachtet werden. Das sieht auch Petra Burmeister so. Insgesamt ein kompliziertes Areal, in dem viele Interessen berücksichtigt werden müssen, so Horn.

Sollten die Preisvorstellungen des Investors stimmen und die Nutzungsideen mit der gewünschten städtischen Entwicklung übereinstimmen, könnte alles recht zügig gehen, stellt Matthias Horn fest. So wäre eine Ausschreibung nicht nötig und Baurecht bestünde auch.

Klar sei, dass die Stadt keines der beiden möglichen Parkhäuser selber betreiben möchte. Für jenes neben dem Bahnhof werde ebenfalls nach einem Investor gesucht.

Ersatz für wegfallende Handelsstandorte

3 Netto-Standorte in der Südstadt – Platz der Freundschaft, in der Brahestraße und der Ziolkowskistraße – wurden oder werden geschlossen. „Die jetzigen Nettomarktstandorte werden für den Wohnungsmarkt erschlossen. Hier sollen insbesondere Familienwohnungen entstehen“, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt auf eine Anfrage der Linken.

Die schlechtere Erreichbarkeit von Märkten für die Südstädter soll durch ein Angebot der Hansestadt „zumindest abgefedert“ werden. Die Schaffung einer Alternative auf dem Parkplatz der Stadthalle erscheint derzeit als „bestmöglicher Kompromiss“.

Thomas Niebuhr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Grevesmühlen

Grevesmühlener Stadtväter diskutieren Varianten / Sondersitzung im Mai soll Entscheidung bringen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Politik

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
„Betty“ im Belagerungszustand

Seit fast einer Woche ist die alte Orthopädie in der KTV besetzt / Eigentümer und Polizei verhandeln mit Besetzern / Abriss könnte jederzeit starten