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TWG erwirbt Einkaufszentrum

TESSIN TWG erwirbt Einkaufszentrum

Kommunale Gesellschaft will die Fläche am Rosengarten nach einigen Vorstellungen entwickeln

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Die Fläche hat für uns ein gutes Potenzial.“ Patrick Schult, TWG-Chef

Tessin. Die Tessiner Wohnungsbaugesellschaft (TWG) hat das Einkaufszentrum Am Rosengarten gekauft. „Die Stadt ist an uns herangetreten und hat diesen Wunsch geäußert“, sagte gestern Patrick Schult, Geschäftsführer des kommunalen Unternehmens. Gleichzeitig habe die Stadt die Bitte geäußert, „dieses Objekt entsprechend zu entwickeln“, fügte Schult hinzu. Das Einkaufszentrum steht seit einiger Zeit weitestgehend leer, der dort angesiedelte Discount-Markt baut derzeit ein neues Geschäft an der Bundesstraße 110 in Richtung Ortsausgang Vilz.

„Wir sehen für das Grundstück in dieser Lage durchaus Potenzial“, sagte Schult. Das Einkaufszentrum liegt zentrumsnah „und dazu in der unmittelbaren Nähe unserer Neubaublöcke am Rosengarten“, so der Geschäftsführer, der gleichzeitig hervorhob, „dass es eine gute Anbindung an die Innenstadt gibt“.

Die Fläche ist etwa 6000 Quadratmeter groß, 1200 Quadratmeter hat das darauf stehende Gebäude. Derzeit macht sich Schult Gedanken darüber, wie das Gelände genutzt werden kann. Eine erste Überlegung ist die Ansiedlung eines Sozialkaufhauses, daran hatte die Stadtmission Rostock gegenüber der Tessiner Wohnungsbaugesellschaft Interesse bekundet. „Die Stadtmission betreibt solche Kaufhäuser bereits mit Erfolg in Rostock und will im östlichen Teil des Landkreises Rostock besser zu erreichen sein“, schilderte Schult die Lage. Interesse habe die Stadtmission an der Fläche des Discounters. „Für einen Teil der restlichen Räume können wir uns vorstellen, dass wir sie selbst nutzen“, so der Geschäftsführer. Die Tessiner Wohnungsbaugesellschaft ist momentan im Tessiner Stadthaus angesiedelt und zahlt dort Miete. Die Stadtverwaltung jedoch braucht auch Platz. „Mit einem Sitz am Rosengarten wären wir ganz nahe bei unseren Mietern“, sagt Schult, „gut zu erreichen, ebenerdig angesiedelt, und wir hätten auch eine ansehnliche Anzahl Parkplätze.“ Sollten sich diese Überlegungen nicht umsetzen lassen, so Schult, „dann müssen wir uns Gedanken machen, ob wir dort eine Wohnbebauung anstreben sollten“. Vielleicht für altersgerechtes Wohnen oder moderne Stadtvillen für Familien, schildert der Geschäftsführer die Alternative.

In einem anderen Punkt sind sich Stadtmission und Tessiner Wohnungsbaugesellschaft nahezu handelseinig. Die Rostocker Einrichtung wird das Gästehaus der TWG in der Gildelandstraße auf lange Sicht mieten und das Gebäude umbauen. „Baustart soll am 1. Juli sein“, so Schult. Die Stadtmission möchte Quartiere für betreutes Wohnen schaffen. Bis zum 1. Januar des kommenden Jahres sollen die Arbeiten beendet sein.

Versorgerverträge auf dem Prüfstand

Intern hat Patrick Schult, der nun als neuer Geschäftsführer gut 100 Tage in seinem Amt ist, einige Neuerungen auf den Weg gebracht. „Wir werden unseren Notdienst nun einer Firma übergeben“, sagte der Geschäftsführer gestern. Bislang hatte ein Teil der Mitarbeiter der Tessiner Wohnungsbaugesellschaft reihum Rufbereitschaft. „Sie waren dafür zuständig, bei Notfällen, wie Wasserrohrbrüchen oder bei ausgefallener Beleuchtung, einzugreifen, und die entsprechenden Handwerker für eine Reparatur zu beauftragen.“ Dies soll nun eine Fachfirma übernehmen. „Das hat vor allem den Vorteil, dass unsere Mitarbeiter entsprechende Ruhe- und Erholungsphasen haben“, sagte Schult. Mit dem Fachdienstleister gewähre man ebenso eine Rufbereitschaft rund um die Uhr.

Wichtig ist dem TWG-Geschäftsführer auch, dass die Betriebs- und Nebenkosten der Wohnungen in einem erträglichen Rahmen bleiben. „Wir sind jetzt dabei, alle Verträge der Tessiner Wohnungsbaugesellschaft zu prüfen.“ Das gelte beispielsweise für die Fernwärme. „Wir sehen uns da die Marktlage einmal an und gucken, ob wir die Kosten senken können.“ Preisvorteile könne man dann an die Mieter weitergeben.

Unterdessen ist die TWG auf der Suche nach Immobilien, die sie kaufen und bebauen kann, ebenso schaut sie nach Wohnungen zum Kauf oder zur Verwaltung.

Von Michael Schißler

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