Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 6 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Viele Bewerber, kaum Qualität: Rathaus hat Nachwuchssorgen

Stadtmitte Viele Bewerber, kaum Qualität: Rathaus hat Nachwuchssorgen

Die Stadt hat Probleme, geeignetes Personal zu finden / Interessenten gibt es Hunderte, für mehr Azubis fehlt es an Ressourcen / 2020 könnte Personalnot entstehen

Voriger Artikel
Viele Bewerber, wenig Qualität: Rostock hat Nachwuchssorgen
Nächster Artikel
Polizeiboote marode: Freie Fahrt für Kriminelle auf Ostsee?

Er hat den hohen Anforderungen der Stadt entsprochen: Michael Kietz (28) ist Brandmeisteranwärter.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl, Philip Schülermann (2)

Stadtmitte. Die Stadtverwaltung rüstet sich für die Zukunft, denn das Rathaus braucht neue junge Mitarbeiter. Bewerber gebe es zwar genug, aber die Qualität nehme ab, heißt es aus dem Rathaus. Und weil es an Ausbildern fehle, könnten nicht mehr Bewerber eingestellt werden.

OZ-Bild

Die Stadt hat Probleme, geeignetes Personal zu finden / Interessenten gibt es Hunderte, für mehr Azubis fehlt es an Ressourcen / 2020 könnte Personalnot entstehen

Zur Bildergalerie

Das Angebot an Ausbildungszweigen bei der Stadtverwaltung ist groß: Ob Gärtner, Verwaltungsfachangestellter oder Vermessungstechniker – acht Ausbildungen können junge Leute im Rathaus oder in städtischen Einrichtungen machen. „Wir generieren seit Jahren hohe Bewerberanfragen“, sagt der Leiter der städtischen Personalabteilung Dirk Zierau. Für das Studium „Bachelor of Law“ hätten sie in diesem Jahr 252 Bewerbungen bekommen. 2014 seien es dagegen noch 186 gewesen, sagt Zierau. Nachwuchssorgen? Zumindest nicht quantitativ: Beim Nachwuchs ist es „qualitativ so, dass wir eine Zunahme von schulischen Leistungsdefiziten feststellen, insbesondere in den Fächern Mathematik, Deutsch und Sozialkunde“, so Zierau.

Dass die Noten angehender Azubis schlechter geworden sind, könne Thomas Drenckow, Pressesprecher der Rostocker Arbeitsagentur, aus Beratungsgesprächen jedoch nicht bestätigen. „Mein Appell lautet ohnehin, nicht nur auf die Noten zu gucken, sondern zum Beispiel darauf, ob jemand schon ein Praktikum gemacht hat“, so Drenckow.

Bei so hohen Bewerberzahlen leistet es sich die Stadt aber, den „hochwertigen Nachwuchs“ zu suchen – auch anhand von Noten. „Es soll möglichst eigener qualifizierter Nachwuchs bedarfsgerecht ausgebildet werden“, betont Zierau.

Den größten Bedarf gibt es im Rathaus bei den Verwaltungsfachangestellten (zehn Auszubildende), bei der Stadt bei den Brandmeisteranwärtern (14 im vergangenen Jahr).

Die Ausbildungsquote liegt bei der Stadt Rostock bei 3,1 Prozent – mehr als doppelt so hoch wie noch 2008. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Zahl hingegen zwar leicht rückläufig, der Bedarf an neuen Auszubildenden sei aber weiterhin konstant, sagt der Personalchef. 17 Verwaltungsfachangestellte braucht das Rathaus in diesem Jahr, die meisten bildet es selbst aus, sieben rücken per Aufstieg nach oder kommen von außen. Auch die Gruppe der Anwärter mit akademischem Grad ist groß. Zwölf sieht der Bedarf der Stadt derzeit vor.

Mit dem Nachwuchs wirkt die Stadt auch der hohen Altersstruktur im Rathaus entgegen. „Strategisch ist bei der Planung zunehmend auch der demografische Wandel zu beachten“, sagt Dirk Zierau. Mit anderen Worten: Damit kein Mangel entsteht, weil viele Mitarbeiter in den Ruhestand antreten, braucht es kontinuierlich Nachwuchs, der die Stellen besetzen kann. 2020 befürchtet Zierau ein Loch, denn dann werden viele Mitarbeiter gehen, aber nicht genug Nachwuchs da sein. Deshalb, so Zierau, müssten die Anforderungsprofile ausgeweitet werden, damit sie leichter Personal fänden.

Hätte die Stadt mehr Ausbilder in ihren Reihen, könnte sie auch mehr junge Leute ausbilden. Dass es an solchen Mitarbeitern fehle, sei ein Ressourcenproblem: „Räume, Zeit, Personal“, sagt Sybille Bachmann, Vorsitzende des Personalausschusses der Stadt Rostock. „Wir versuchen, ein System reinzukriegen“, verspricht Dirk Zierau.

Ausbildung bei der Hansestadt Rostock

3,1 Prozent ist die Ausbildungsquote (Azubis im Verhältnis zu Mitarbeitern) bei der Stadt. 2008 lag sie noch bei 1,5 Prozent.

8 Ausbildungszweige bietet die Stadt derzeit: Bachelor of Law, Verwaltungsfachangestellter, Brandmeisteranwärter, Gärtner, Fachangestellter für Medien und Informationsdienste (Bibliothek oder Archiv), Vermessungstechniker und Brandinspektoranwärter. Bürokaufleute werden nicht mehr ausgebildet.

17 Verwaltungsfachangestellte werden in diesem Jahr eingestellt. Zehn Anwärter kommen aus der Ausbildung.

Philip Schülermann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Wismar
Das Gebäude des früheren Lyzeums am Wismarer Turnplatz ist seit 2006 Sitz der städtischen Musikschule.

Gibt Wismar den Standort am Turnplatz auf? Derzeit laufen Gespräche über eine mögliche Fusion mit der Musikschule des Landkreises Nordwestmecklenburg. Dafür hat die Bürgerschaft der Stadtverwaltung vor einem Jahr einen Prüfauftrag erteilt.

mehr
Mehr aus Politik
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Telefon: 03 81 / 36 54 10

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
E-Mail: lokalredaktion.rostock@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Cafe,Kultur,Freizeit,Tipps Teaser der den User auf die Seite Rostocker Geheimtipps führen soll image/svg+xml Image Teaser Rostocker Geheimtipps 2017-04-30 de Themenseite Rostocker Geheimtipps Junge Rostocker entwickeln im OZ-Labor frische Ideen für die OSTSEE-ZEITUNG. In der Serie OZ-Entdecker stellen sie ihre Geheimtipps für die Stadt vor.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Für einen Tag Tischler, Seefahrer oder Bundespolizist

Mädchen lernen beim Girls’ Day typische Männerberufe kennen