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Wassersportler wollen am Wasser bleiben

Warnemünde Wassersportler wollen am Wasser bleiben

Warnemünder Taucher, Angler und Kuttersegler fordern ihren Platz dauerhaft auf der Mittelmole ein

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Wassersportler fordern den Erhalt: das Vereinsgebäude am Südende des Altens Stroms soll Wassersportzentrum werden.

Quelle: Klaus Walter

Warnemünde. Vertreter des Warnemünder Anglervereins (WAV), des Tauchsportclub Warnemünde (TSCW) und des Kuttersegelclubs (KSC) Warnemünde haben sich am Dienstagabend in einem leidenschaftlichen Appell an den Ortsbeirat gewandt: Sie fürchten, mit der Umgestaltung der Mittelmole von ihren angestammten Plätzen vertrieben zu werden und bitten um Unterstützung zum Erhalt des Vereinsheims auf der Mittelmole.

Es war nur ein Nebensatz auf einem emotionsgeladenen Bürgerforum am 14. April 2014. Stadtplanungamtsleiter Ralph Müller erläuterte die Pläne für die Bebauung der Mittelmole. Aufmerksamkeit und Protest galten damals noch den Wohn-Silos und der gigantischen Landmarken. Dann fiel dieser Satz, als der Stadtplaner auf die Karte deutete: „Diesen Baukörper dort werden wir wohl entnehmen.“

Für die Kuttersegler ist das Gebäude im Park auf der Mittelmole aber kein beliebiger „Baukörper“, sondern seit 1956 ihr Vereinsheim. Das haben sie dem Ortsbeirat nochmals verdeutlicht: Hier haben sich Generationen von Sportlern umgezogen und nach dem Training aufgewärmt, hier findet die theoretische Ausbildung statt, werden Gäste zu nationalen und internationalen Wettkämpfen empfangen, hier lagern ihre Boote. „Bald wird es hier auch Segeln als Schulsport geben“, sagt Vereinschef Bastian Kohse. Seit zwei Jahren bemühe sich der Verein bei der Stadt um eine klare Aussage zum Erhalt des Gebäudes, das künftig noch viel mehr sein soll.

Denn auch die Taucher des TSCW wollen mit einziehen, wenn die Stadt ihnen eine Perspektive an ihrem Platz zusichert. Den haben die Taucher seit 1960 auf dem Hof des „Baukörpers“, ihr Vereinsboot „Koralle“ liegt direkt davor im Alten Strom. „Warnemünde braucht ein Wassersportzentrum“, sagt Vereinschef Joachim Bonin. „Und das muss am Wasser liegen.“ Der Tauchsport sei aus dem Seebad ebenso wenig wegzudenken wie die vielen Aktivitäten der Taucher: Weihnachtstauchen im Alten Strom, Schatztauchen zur Saisoneröffnung, die Reinigung des Seebärengeheges im Zoo – und das wachsende Engagement im Tourismus. „Wir begleiten mittlerweile Tauchtouristen aus ganz Deutschland bei Tauchgängen in der Ostsee“, sagt Bonin. Auch die Angler vom WAV sind bei der Forderung nach einem Wassersportzentrum mit im Boot. Sie mussten 2014 ihren Bootslagerplatz im Wiesenweg räumen, bekamen Platz im Weidenweg, fernab vom Wasser. „Seitdem hören wir nichts mehr von der Stadt“, kritisiert Vereinschef Jens Uhlig. „Keines der vielen Versprechen wurde eingehalten.“ Aber ihre Boote sind es, die das Bild des Alten Stroms seit mehr als 100 Jahren prägen.

Ortsbeiratschef Alexander Prechtel sicherte den Wassersportlern „volle Unterstützung des Ortsbeirates“ zu. Klärungsbedarf scheint es aber noch zu geben. Während Angler, Taucher und Kuttersegler über den Ortsbeirat am liebsten einen Antrag zum Erhalt und Ausbau des Vereinsheims in der Bürgerschaft stellen wollen, warnt Prechtel davor. „Wenn ein solcher Antrag für genau dieses Gebäude abgelehnt wird, hätten wir weniger als zuvor“, sagt Prechtel. Er favorisiert stattdessen eine generelle Forderung nach einem Wassersportzentrum auf der Mittelmole, das dann auch die Segelklubs WSC und ASVW nutzen könnten. WSC-Vereinschef Jürgen Bohn hat seine Unterstützung bereits zugesichert.

Pläne zur Mittelmole

Zuletzt im November 2015 präsentierten die Rostocker Stadtplaner ihre Pläne für die Bebauung der Warnemünder Mittelmole. Allerdings, ohne einen Beschluss der Rostocker Bürgerschaft vom Oktober 2014 zu beachten. Darin sind Eckdaten für die Bebauung festgeschrieben: Maximal 300 Wohnungen im nordwestlichen Teil der Mittelmole, keine Wohnbebauung zwischen Bahngleisen sowie Altem Strom und Gebäudehöhe drei bis maximal vier Geschosse. An Stelle des Vereinsgebäudes im Park am Südende des Strom sind bislang zusätzliche Bäume eingezeichnet.

Von Klaus Walter

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