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Warnemünde Weiter Streit um Bauten am Strand

Grüne wollen das Parken und den Teepott-Bereich gar nicht erst im Planungsauftrag festschreiben

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Der nächste B-Plan-Versuch für den Strand bezieht das Areal um den Teepott ein.Der Eigentümer plant einen Anbau zur Strandseite.

Warnemünde. Für den Bebauungsplan (B-Plan) Strand in Warnemünde gibt es den zweiten Versuch. Die Aufgabe, die seit acht Jahren ungelöst ist, soll in der Mai-Sitzung der Bürgerschaft den entscheidenden Schub bekommen: Das Planungsverfahren soll wieder in Gang gesetzt werden.

 

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Achim Maaß (56) nutzt den noch freien Strand, um seine Drachen steigen zu lassen. Rund 70 Stück hat er im Bestand. Fotos (2): Thomas Sternberg

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Das ganze Jahr Angebote sind ein wichtiger Aspekt, um die Attraktivität als Reiseziel im Herbst und Winter zu erhöhen.“Beate Hlawa, Tourismuszentrale.

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Im Gegenteil sollte vorab festgelegt werden, dass kein Parkhaus in den Dünen gewollt ist. “Uwe Flachsmeyer, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/ Grüne

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Achim Maaß (56) nutzt den noch freien Strand, um seine Drachen steigen zu lassen. Rund 70 Stück hat er im Bestand. Fotos (2): Thomas Sternberg

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Das ganze Jahr Angebote sind ein wichtiger Aspekt, um die Attraktivität als Reiseziel im Herbst und Winter zu erhöhen.“Beate Hlawa, Tourismuszentrale.

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Im Gegenteil sollte vorab festgelegt werden, dass kein Parkhaus in den Dünen gewollt ist. “Uwe Flachsmeyer, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/ Grüne

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Bevor der Auftrag durch die Bürgerschaft ausgelöst wird, wollen die Grünen jedoch die drei heißesten Eisen der Beschlussvorlage entschärfen. Das Parken und der Teepott-Bereich sollen gar nicht erst Gegenstand der Planung werden. Auch das Ziel, dauerhafte Gastronomie zu schaffen, soll erst im Rahmen des „Diskussionsprozesses“ entschieden werden.

In der Beschlussvorlage für die Bürgerschaft ist hingegen im B-Plan Strand ausdrücklich vorgesehen, „die Festsetzung mindestens eines dauerhaften Gastronomiestandortes am Strand oder im Bereich der Düne zu prüfen“. Außerdem ist die Festlegung weiterer Parkhaus- oder Tiefgaragenstandorte festzulegen. Und der Bereich Teepott samt benachbartem Pavillon wird ebenfalls einbezogen.

Das wollen die Grünen nicht. „Das Parkraumkonzept für Warnemünde liegt nicht vor. Eine Vorfestlegung für ein Parkhaus im B-Planbereich, das heißt in den Dünen, ist nicht zu treffen“, fordert Uwe Flachsmeyer, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/ Grüne. „Im Gegenteil“, so Flachsmeyer, „sollte vorab festgelegt werden, dass kein Parkhaus in den Dünen gewollt ist“. Das Ziel sei doch, so der Fraktionsvorsitzende, den Verkehr im Ort zu reduzieren. Ein neues Parkhaus würde zusätzlichen Verkehr anziehen und zu einer weiteren Verkehrsbelastung führen.

Genauso deutlich ist die Position zum Teepott. In die Beschlussvorlage für die Bürgerschaft wird der Teepott-Bereich einbezogen, um nunmehr ,„die baulichen Erweiterungen des Teepotts planungsrechtlich zu ermöglichen“. Dessen Eigentümer, Scanhaus-Chef Friedemann Kunz, wollte die Nebensaison durch einen Wintergarten-Anbau zur Strandseite beleben. Sein Bauantrag ist jedoch im Dezember abgeschmettert worden.

„Ein Anbau widerspricht der Erhaltung des historischen Zustandes und ist daher nicht wünschenswert“, stellt Flachsmeyer für seine Fraktion fest. Der Teepott befinde sich zudem im Außenbereich sowie im Uferschutzstreifen eines Gewässers, in denen eine Bebauung bewusst nicht zulässig ist. Eine diesbezügliche Bauvoranfrage sei bereits negativ entschieden worden. „Eine Erweiterung des B-Planes um den Bereich ist nicht zielführend“, argumentiert er. Die Auffassung der Grünen ist in einem Änderungsantrag zusammengefasst.

Die Bürgerschaft hatte im April 2014 die Arbeiten der Stadtplaner einstellen lassen. Der Plan galt als zu kompliziert und kleinteilig. Eine mögliche Seebrücke fand nicht den Zuspruch der Warnemünder.

Feste Bauten für eine Strandversorgung waren hingegen gefordert, aber nicht umgesetzt worden. Jetzt soll mindestens ein dauerhafter Standort geprüft werden.

Für den Ortsbeirat, den Gewerbeverein und die Tourismuszentrale wird es höchste Zeit, den Strand außerhalb der Saison aufzuwerten. „Ganzjahresangebote sind ein wichtiger Aspekt, um die Attraktivität der Hansestadt als Reiseziel im Herbst und Winter zu erhöhen“, sagt Beate Hlawa von der Tourismuszentrale. Die größten Wachstumspotenziale für Rostock liegen in der Nebensaison. „Der Ausbau von Gastronomie und Erlebnisangeboten am Strand kann diese Entwicklung nachhaltig befördern und zusätzliche Buchungsanreize setzen“, so die Fachfrau.

Es wird Monate dauern, bis die Stadtplanung einen B-Plan-Entwurf vorstellen kann. So lange müssen die Service-Anbieter am Strand mit den bisherigen Zuständen leben. „Für 2016 haben die Gewerbetreibenden wieder Jahresverträge erhalten“, bestätigt Beate Hlawa.

An Warnemünde hängt auch Markgrafenheide. „Erst wenn dort der B-Plan steht, soll auch bei uns die Strandnutzung neu geordnet werden“, sagt Jürgen Dudek (Rostocker Bund), Vorsitzender des Ortsbeirates Markgrafenheide.

B-Plan wird für bauliche Anlagen benötigt

2008 reifte der Entschluss in der Stadtverwaltung , bauliche Fragen am Strand prinzipiell und rechtssicher über einen Bebauungsplan zu regeln. Damals häuften sich ungenehmigte Aufbauten, Kitesurfer landeten zwischen den Badegästen und auch die Strandkörbe blieben nicht immer am zugewiesenen Standort. Dies und vor allem die Frage, was darf zur Saison und was über das Ganze aufgebaut werden, sollen über den B-Plan geregelt werden. Die Strandsatzung bleibt davon unberührt.

Von Thomas Sternberg

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