Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Zurück auf Anfang: Poller wird repariert

Elmenhorst Zurück auf Anfang: Poller wird repariert

Gemeindevertretung kehrt zu altem Verkehrskonzept im Wohngebiet Ahrensholt zurück

Voriger Artikel
Arppe weist Vorwürfe zurück
Nächster Artikel
Vom Familiennachzug hängt die Integration ab

Der Verkehr auf der Straße entlang des Wohngebietes in Richtung Admannshagen ist seit Jahren ein Streitpunkt.

Quelle: Fotos: Hannes Müller / Hartmut Klonowski

Elmenhorst. Das Verkehrsproblem im Wohngebiet Ahrensholt in Lichtenhagen-Dorf hat alle Gemeindevertreter den ganzen Sommer über stark beschäftigt. „Wir haben sehr viel Post bekommen“, berichtet Bürgermeister Horst Harbrecht, „viele Gespräche geführt, in den Ausschüssen beraten.“ „Wir wurden mit persönlichen Beleidigungen überzogen“, ergänzt Bauausschussvorsitzender Karl-Heinz Meus auf der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend.

OZ-Bild

Gemeindevertretung kehrt zu altem Verkehrskonzept im Wohngebiet Ahrensholt zurück

Zur Bildergalerie

Der Durchgangsverkehr im Wohngebiet belastet die Anwohner. Im Eschenholt wird die Reparatur des defekten Pollers gefordert, Birkenholt und Kattenstiert stöhnen über den dann auf ihre Wohngebietsstraße umgelenkten Fahrzeugverkehr. „Es gibt verschiedene Interessen, eine ungleiche Verkehrsbelastung im Wohngebiet“, erklärt Harbrecht. Ein Kompromiss sei nötig, aber nicht gefunden worden. Nach Verhandlungen mit der Rechtsaufsicht und der Verkehrsbehörde werde nun der alte Zustand wieder hergestellt. Die Gemeindevertretung hebt ihren Beschluss vom 29. Juni über die Neuregelung der vorhandenen Verkehrsführung einstimmig auf. „Die Reparatur des Pollers wird angeordnet“, sagt Harbrecht. Kostenpunkt rund 3700 Euro, in sechs bis acht Wochen würden Ersatzteile geliefert. Die Ungleichbehandlung bleibt. „Es wird nicht die letzte Geschichte dazu sein“, räumt der Bürgermeister ein.

Rund 40 Einwohner verfolgten die Sitzung ihrer Abgeordneten und kamen mit vielen Fragen. Wie geht es weiter mit der medizinischen Versorgung, wenn Allgemeinmedizinerin Dr. Gerda Storm ihre Praxis schließt? Die Gemeinde werde der Nachfolgerin Möglichkeiten schaffen, im Ort zu praktizieren, kündigt der Bürgermeister an. Die Planungskosten für ein Ärztehaus seien in den Haushalt 2018 eingestellt. Es soll eine Einrichtung in Elmenhorst, zentral gelegen, gebaut werden.

Für Diskussion sorgt die geplante Bebauung einer Fläche am Eingang von Lichtenhagen-Dorf gegenüber von den historischen Mühlen. „Wird die Tankstelle hier gebaut oder nicht“, will Simone Brümmer aus dem Wiesengrund wissen. Harbrecht antwortet mit einem klaren Nein. „Aber wir werden hier mit der Änderung des Flächennutzungsplanes eine Fläche für Einkaufsmöglichkeiten freihalten“, schiebt er nach.

„Ob wir bauen oder nicht, ist eine andere Frage.“ Während Simone Brümmer die Notwendigkeit von Läden in Lichtenhagen in Frage stellt, äußert eine junge Mutter aus dem Ahrensholt den ausdrücklichen Wunsch danach, gern im Dorfkern. „Bevor etwas geschieht, werden wir noch einige Einwohnerversammlungen machen“, betont Harbrecht.

Junge Eltern beklagen fehlende Spielmöglichkeiten zum Beispiel im Wohngebiet Ahrensholt. „Kann der eine Spielplatz nicht wieder aufgerüstet werden?“, fragt eine Mutter. „Dieser Spielplatz wurde abgebaut, weil es Beschwerden wegen Lärmbelästigung gab“, reagiert Gemeindevertreter Hans-Joachim Bahls verwundert. In diesem Jahr seien bereits eine Menge Spielgeräte gekauft worden. 43000

Euro hat die Gemeinde 2018 für diesen Zweck eingeplant. „Wir werden ein Konzept im Sozialausschuss erarbeiten und in einer Einwohnerversammlung vorstellen“, erklärt der Ausschussvorsitzende.

Auch ein Bolzplatz für die Kinder und Jugendlichen wird gewünscht. „Wir haben schon lange die Genehmigung, einen solchen in der Gemeinde zu bauen“, sagt Harbrecht. „Aber jeder Vorschlag dazu wurde bisher abgelehnt, weil es Anwohnern zu laut ist“, kann der Bürgermeister seinen Unmut nur schwer zurückhalten.

Der Kindergarten in Elmenhorst wird erweitert. An der bestehenden Einrichtung soll ein Neubau für zwei Gruppen a 20 Kinder entstehen. Damit könne dann der Bedarf an rund 180 Plätzen gedeckt werden.

Harbrecht informiert darüber, dass seit 1. September eine Ordnungskraft in der Gemeinde unterwegs sei, die die Parksituation im Auge habe und besonders auf die Einhaltung der Satzung achte.

Doris Deutsch

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Grimmen/Tribsees

Fahrbahn senkt sich bei Tribsees pro Tag um bis zu zwei Zentimeter ab

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Politik

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Bagger frisst sich durch Stahlbeton

Brücke bei Bad Doberan wird abgerissen und neu gebaut / Bahnstrecke voll gesperrt