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Polizei macht großen Pötten den Weg frei

Stadthafen Polizei macht großen Pötten den Weg frei

Die Wasserschutzpolizei überwacht den Sail-Verkehr / Erhöhter Kräfteeinsatz und zusätzliches Videoboot

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11 347 Boote: Die OZ-Papierschiff-Flotte sticht in See

Guido Wiese sichert das Schlauchboot auf dem Küstenstreifenboot „Warnow“.

Quelle: Ove Arscholl

Stadthafen. 16 Uhr: Die Fähre „Mecklenburg-Vorpommern“ legt im Seehafen ab. In sechs Stunden will das größte deutsche Fährschiff der Reederei Stena Line in Trelleborg sein.

 

OZ-Bild

Schlauchboote und die „Warnow“ am Fähranleger.

Quelle: Doris Kesselring

Doch zunächst muss die Fähre durch den Seekanal hinaus auf die Ostsee. Und hier wimmelt es dieser Tage nur so von Schiffen und Booten. Neben den rund 60 Schiffsanläufen pro Tag im Seehafen, sind zur Hanse Sail zusätzlich 170 Segler zu Gast. Die Wasserschutzpolizei überwacht den regen Schiffsverkehr im engen Revier.

„Wir machen den ,Großen’ den Weg frei“, sagt Einsatzleiter Sebastian Zimmermann, Chef der Wasserschutzpolizeiinspektion Rostock. „Küstenstreifenboote legen sich vor die Fähren, Frachter, Kreuzfahrtschiffe, um sicherzustellen, dass sie gefahrfrei auslaufen oder anlegen können.“ Hauptkommissar Guido Wiese hat das KSB „Warnow“ gestartet und begleitet zusammen mit Schlauchbooten der Maritimen Einsatzeinheit der Wasserschutzpolizei die Fähre zwischen den Molenköpfen hindurch raus auf die kabbelige See. Unterwegs ein kurzer Gruß zu anderen Blaulicht-Booten, die gerade den Zementfrachter „Greenland“ und den russischen Großsegler „Kruzenshtern“ durch die schmale Einfahrt gelotst haben.

Mit einem „erhöhten Kräfteeinsatz“ sichert die Wasserschutzpolizei in diesem Jahr seeseitig die 26. Hanse Sail ab. Vier Küstenstreifenboote mit den dazugehörigen Schlauchbooten sowie weitere Streifen- und Seeboote sind rund um die Uhr zwischen Stadthafen und Ostsee im Einsatz. „Störungen auf dem Wasser und vom Wasser ausgehend, sind in jedem Fall zu verhindern“, schärft Einsatzchef Zimmermann seinen Männern und Frauen ein, die auch aus anderen Dienststellen an Küste und Binnengewässern nach Rostock angerückt sind. Die Berufsschifffahrt habe Vorrang, das müsse vor allem im Bereich der Wendeplatte und der Warnemünder Fahrwasser durchgesetzt werden.

Die Hanse Sail ist ein Volksfest, bei dem gut gegessen und auch getrunken wird. Doch bei Alkohol am Steuerrad kennen die Beamten kein Pardon. Null Promille am Ruder von Fahrgast- und Gewerbeschiffen, nicht mehr als 0,5 Promille für die Kapitäne von Freizeit- und Sportbooten. Auch auf dem Wasser lassen die Polizisten ins Röhrchen pusten und gegebenenfalls Blutproben nehmen. Doch bis gestern Abend wurden keine Verstöße festgestellt. „Die Sail-Gäste halten sich bislang an die Regeln“, sagt Polizeisprecher Robert Stahlberg.

Beim Tempo nehmen es einige Freizeitkapitäne allerdings nicht so genau. 6,5 Knoten, rund 12 Kilometer pro Stunde, sind auf der Warnow erlaubt. „Das ist nicht viel, und die Führer kleiner, schneller Boote drücken da schon mal kräftiger aufs Gas“, weiß Zimmermann aus der Erfahrung vergangener Sails. Deshalb hat die Wasserschutzpolizei in diesem Jahr auch aufgerüstet. Neben den üblichen Laserkontrollen sind die Beamten diesmal mit spezieller Messtechnik auf einem Videoboot unterwegs. Temposünder müssen mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Doch bisher wurden keine groben Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert.

Schutz an Küste und Seen

Das Landeswasserschutzpolizeiamt mit Sitz in Waldeck ist unter anderem zuständig für 1271 Quadratkilometer Binnengewässer und 1470 Kilometer Küstenlinie. Es gibt fünf Inspektionen im Küsten- und zwei im Binnenbereich, die Aufgaben in rund 400 Häfen und Umschlagplätzen zu erfüllen haben. Dazu kommen 785 Sportboothäfen in MV mit etwa 46500 Bootsliegeplätzen. Zur Absicherung der Hanse Sail sind 50 Einsatzkräfte aus verschiedenen Dienststellen in Rostock.

Doris Kesselring

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