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Protest: Stasi-Behörde droht Schließung

Rostock Protest: Stasi-Behörde droht Schließung

Die Akten aus Rostock und Neubrandenburg sollen nach Schwerin. Experten kritisieren: Die wissenschaftliche Aufarbeitung geht nur mit der Universität.

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Die ehemalige Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit in Rostock, heute Dokumentations- und Gedenkstätte.

Quelle: Bernd Wüstneck

Rostock. Die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Anne Drescher, will sämtliche Akten nach Schwerin holen, dort die Aufarbeitung konzentrieren. Den Außenstellen in Rostock und Neubrandenburg droht damit das Aus. Vor allem aus der Hansestadt gibt es Protest: Dreschers Vorschlag gefährde massiv die wissenschaftliche Aufarbeitung der Stasi-Geschichte in MV.

In der Hansestadt gibt es neben der Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde (BStU) im nahen Waldeck auch die Gedenkstätte in der ehemaligen Stasi-U-Haft. Und die BStU arbeitet eng mit der Uni zusammen. „Ich halte es für besser, die Stasi-Unterlagen aus MecklenburgVorpommern in der größten Stadt des Landes aufzubewahren“, sagt Rostocks Uni-Rektor Wolfgang Schareck. Außerdem, so Schareck, „arbeiten unsere Historiker eng mit der Stasi-Unterlagenbehörde in Rostock zusammen, erforschen Zusammenhänge der Diktaturen in Deutschland“. Stefan Creuzberger vom Lehrstuhl für Zeitgeschichte nutzt diese Partnerschaft. An der Uni gebe es zudem die Forschungsstelle des Landes zur Geschichte der Diktaturen in Deutschland sowie den einzigen Lehrstuhl für Zeitgeschichte im Land. Alle Sachargumente würden für Rostock sprechen.

Mit Unverständnis reagiert der Vorsitzende des Rostocker CDU, Daniel Peters, auf den Vorstoß aus Schwerin. „Im Großraum Rostock wohnen 350.000 Menschen. Dieses Potenzial und die zentrale Lage erschließen ein Vielfaches mehr an Nutzern der Stasi-Unterlagen als irgendwo sonst im Land“, argumentiert Peters. Und er ist überzeugt, dass „neben der Akteneinsicht die historisch-wissenschaftliche Arbeit die Hauptnutzung darstellen wird“.

Von Sternberg, Thomas

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Rostock
Stefan Creuz- berger leitet die Forschungsstelle.

Akten aus der Hansestadt und Neubrandenburg sollen nach Schwerin / Rostocker üben Kritik an den Plänen: Wissenschaftliche Aufarbeitung gehe nur mit der Universität

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