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Protest gegen Streichpläne bei der Philharmonie

Stadtmitte Protest gegen Streichpläne bei der Philharmonie

Förderverein spricht sich in offenem Brief für Erhalt des Rostocker Sinfonieorchesters aus

Stadtmitte. Mit einem offenen Brief protestiert die Philharmonische Gesellschaft Rostock gegen Sparpläne für die Norddeutsche Philharmonie. „Die Streichung von zehn Musikerstellen und eine weitere Schrumpfung des Orchesters sind nicht hinnehmbar“, betont Vereinsvorsitzender Thomas Diestel. Volkstheater-Intendant Joachim Kümmritz will das Orchester auf 63 Musiker verkleinern und damit die Schauspielsparte des Theaters sichern. Die Zahl der Schauspieler soll auf 14 aufgestockt werden, um mit ausreichend Neuproduktionen pro Spielzeit die Auslastung der Großen Bühne zu sichern. Der Theater-Aufsichtsrat hat die Entscheidung erst einmal vertagt.

„Die traditionellen Philharmonischen Konzerte sind stets ausverkauft und ermöglichen dem Volkstheater Rostock ein sehr gutes finanzielles Ergebnis. Gastspiele in Berlin, Schleswig-Holstein oder im Ausland sind für die Hansestadt großartige Werbung“, hält der Orchester-Förderverein Kümmritz entgegen. Allerdings mussten in der Vergangenheit regelmäßig externe Musiker eingekauft werden, um manche Werke überhaupt spielen zu können. Doch befristet engagierte Musiker seien weitaus teurer als fest angestellte Solospieler. „Zudem empfinden wir es als moralisch verwerflich, die Gehälter von Künstlern verschiedener Sparten – von Schauspielern, Tänzern und Musikern – gegeneinander auszuspielen“, sagt Diestel. Die Orchestermitglieder hätten sich bereits Sparzwängen untergeordnet und auf Teile des Gehaltes verzichtet.

Die Philharmonische Gesellschaft mit 150 Mitgliedern und Förderern hatte mit Hilfe einer Stiftung eine Akademie ins Leben gerufen, um junge Talente zu gewinnen und einer Überalterung des Orchesters vorzubeugen. Jedoch: „Die Streichpläne und ständig neue Einsparideen führen unser Engagement ad absurdum“, heißt es in dem Brief. Das Orchester verliere durch die neuerliche Infragestellung seiner Einstufung als großes Sinfonieorchester an Strahlkraft. Die Philharmonie sei der einzige Klangkörper im Land, der die Qualitätsbezeichnung „A-Orchester“ oder großes Sinfonieorchester noch rechtfertige. Das Ensemble sei weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und besitze einen exzellenten Ruf, der viele international bekannte Dirigenten und Solisten nach Rostock ziehe.

OZ

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