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Proteste mit Koranverbrennung

Groß Klein Proteste mit Koranverbrennung

Polizei beruhigt zwei Gruppen in Groß Klein / AfD-Politiker distanziert sich

Groß Klein. Sie pöbelten gegen Asylbewerber, hielten Plakate des AfD-Kreisverbandes Rostock gegen eine „Moschee-Erweiterung“ in der Hand und verbrannten Seiten aus dem Koran. Vier zum Teil polizeibekannte Personen versammelten sich nach Angaben der Polizei am Sonntag gegen 19.45 Uhr spontan im Blockmacherring in Groß Klein. Wieder kam es in dem Stadtteil zu ausländerfeindlichen Auseinandersetzungen.

 

OZ-Bild

Der Brennpunkt dort beschäftigt uns seit einigen Wochen.“André Täschner, Polizeisprecher

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Bereits im Sommer gerieten mehrfach linke Gruppen und Asylgegner aneinander. Auch im aktuellen Fall fühlte sich eine zwölfköpfige Gruppe provoziert. „Die Polizei musste die zwei Gruppen trennen, um eine weitere Eskalation der Situation zu verhindern“, sagt Polizeisprecher André Täschner. Nachdem mehrere Strafanzeigen aufgenommen wurden, ermittelt das Kriminalkommissariat Rostock. „Der Brennpunkt dort beschäftigt uns seit einigen Wochen. Aber es war gerade ruhiger geworden“, so Täschner. Von einer neuen Eskalationsstufe spricht er nicht. „Es wurde niemand verletzt, es wurden nur Beleidigungen ausgesprochen und die Beamten waren rechtzeitig dort“, erzählt der Sprecher. Inwieweit die AfD eine Rolle spiele, könne die Polizei nicht sagen.

Der Rostocker AfD-Landtagsabgeordnete Holger Arppe distanziert sich in einer Mitteilung jedoch insbesondere von der Verbrennung der Koran-Seiten. „Die Verbrennung von Büchern, gleich welchen Inhalts, ist ein barbarischer Akt und völlig inakzeptabel“, so Arppe. Zwar sei seiner Meinung nach die „kritische Auseinandersetzung mit dem Islam richtig und notwendig, dürfe aber nicht auf dem Niveau jener Extremisten geführt werden“, heißt es in seiner Erklärung weiter. Die AfD behalte sich straf- und zivilrechtliche Schritte vor, sollte sich herausstellen, dass Symbole der Partei widerrechtlich genutzt worden seien.

jh

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