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RLS-Gruppen treffen sich zum Austausch

Südstadt RLS-Gruppen treffen sich zum Austausch

Einmal im Jahr kommen die Selbsthilfegruppen des Restless-Legs-Syndroms (RLS) zum „Hütetreffen“ zusammen – diesmal erstmals im „Berghotel“ in der Südstadt. Allerdings nicht in gewohnter Formation.

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Helga Baumgarten (l.) und Ingeborg Graack tragen ihre Hüte zum „Hütetreffen“.

Quelle: Jürgen Falkenberg

Südstadt. Einmal im Jahr kommen die Selbsthilfegruppen des Restless-Legs-Syndroms (RLS) zum „Hütetreffen“ zusammen – diesmal erstmals im „Berghotel“ in der Südstadt. Allerdings nicht in gewohnter Formation. „Es ist schade, dass die Gruppenmitglieder aus Stralsund und Ribnitz diesmal nicht dabei sind“, bedauerte Rosemarie Stegmann (73). Seit elf Jahren leitet sie die 2003 gegründete Selbsthilfegruppe RLS Rostock.

RLS, als Krankheitsbild der „ rastlosen Beine“ beschrieben, wird als Krankheit oft nicht erkannt. Es handelt sich um eine neurologische Erkrankung. Betroffene haben Bewegungsdrang und verspüren oft ein Ziehen oder Kribbeln in den Beinen. Die Beschwerden treten ausschließlich in Ruhesituationen auf und können durch Bewegung gebessert werden.

Wird die Krankheit erkannt, fehlen noch die medizinischen Mittel der Bekämpfung. Dämpfende Präparate helfen nur wenig. Um so wertvoller ist das Zusammenkommen, das Austauschen der von RLS Betroffenen. Allmonatlich einmal kommen sie, zumeist Frauen, zusammen, um sich über eigene Erfahrungen mit der Krankheit auszutauschen. „Wir wollen aber nicht lamentieren, sondern uns auch Ablenkung verschaffen“, sagt Rosemarie Stegmann. Auf vielfältige Art geschah dies auch 2015, wie eine starke Chronik berichtet.

Alle bringen sich ein. So auch Brunhilde Pahl (85), die in einem Gedicht schrieb: „... Sie kribbeln, jucken, brennen, sie rauben uns den erholsamen Schlaf... Doch wie lautet ein ungeschriebenes Gesetz: Die Hoffnung stirbt zuletzt“. So werden Ausflüge, 2015 nach Bastorf und 2016 nach Güstrow, gern angenommen. Lustige Beiträge zu „RLS-trotzdem Freude am Leben“ sind immer gefragt. Alles, was von RLS ablenkt, ist willkommen. Dazu zählt auch die Unterstützung der Tschernobyl-Kinder, die alljährlich nach Rerik und Marlow zur Erholung kommen.

Auch die diesjährige Zusammenkunft wurde mit Kaffee, Kuchen und heiteren Vorträgen abgerundet. Hannelore Trotz, seit drei Jahren Leiterin der Neubrandenburger Gruppe, ist froh, dass sie ihre Gruppe vor der Auflösung bewahren konnte. So werden sie auch im nächsten Jahr wieder beim „Hütetreffen“ sein.

Jürgen Falkenberg

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