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Rätsel: Schwanenfamilie spurlos verschwunden

Rostock-Reutershagen Rätsel: Schwanenfamilie spurlos verschwunden

Reutershäger vermissen ihre Vögel am Schwanenteich / Küken konnten noch nicht fliegen / Tierretter haben keine Erklärung

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Anwohner haben sich ge- meldet und nach den Schwänen gefragt.“Thomas Wiesner, Ortsamtsleiter

Rostock-Reutershagen. Täglich geht Günter Wüstehaube mit seinem Hund am Schwanenteich spazieren, doch seit Tagen vermisst er etwas. „Das Schwanenpaar ist von einem Tag auf den anderen verschwunden“, stellte der Reutershäger fest. Erklären kann er sich das nicht, und alle Bemühungen um eine Antwort scheiterten.

Günter Wüstehaube glaubt auch nicht daran, dass sich die Schwanenfamilie mit dem noch sehr jungen Nachwuchs allein auf den Weg gemacht hat, um beispielsweise zur Warnow zu kommen. „Dafür waren die Küken noch viel zu klein.“ Üblicherweise verlassen die Vögel den Schwanenteich erst im Herbst, um ins Winterquartier zu ziehen.

„Viele Anwohner haben sich schon bei uns gemeldet und nach den Schwänen gefragt“, erzählt Thomas Wiesner, Leiter des Ortsamtes. Nachfragen bei Polizei und Feuerwehr hätten nichts ergeben. „Die Jungtiere waren noch nicht so groß, dass sie fliegen konnten“, sagt Wiesner. Die Tierrettung der Rostocker Feuerwehr habe sich am Schwanenteich umgesehen, um festzustellen, ob die kleinen Schwäne möglicherweise von einem Tier totgebissen wurden. „Aber es gab keine Hinweise darauf. Auch der Fachmann hat keine Erklärung“, so Wiesner.

Der Fachmann ist Jörg Vogelsang, Leiter der Tierrettung in Rostock. „Es ist tatsächlich ein Rätsel, wie die Schwäne spurlos verschwinden konnten“, sagt er. Vor gut zwei Wochen sei er informiert worden, habe sich daraufhin am Gewässer umgesehen. „Die vier Jungen waren gerade erst geschlüpft, noch im Flaum, konnten nicht fliegen“, berichtet Vogelsang. Die Küken hielten sich überwiegend auf dem Wasser auf und würden an Land stets von den Eltern begleitet. „Und ein Alttier weiß sich zu wehren, wenn Gefahr droht“, sagt der Tierretter, der seit Jahren ein besonderes Auge auf die Schwäne vom Schwanenteich hat.

Weil die Vögel im vergangenen Jahr täglich die Hamburger Straße querten, um ihren Ausflug zur Straßenbahn AG zu machen, haben die Tierretter sie eingefangen und zur Warnow umgesetzt. „Das war aber später“, so Vogelsang. Doch es habe gut funktioniert, die Eltern seien zum Brüten wieder zurückgekehrt zum Schwanenteich. Schwäne seien standorttreu. „Wir hätten sie in diesem Jahr wieder umgesetzt, wenn die Küken größer sind“, erklärt Vogelsang. Am Alleingang der Schwanenfamilie zweifelt der Experte. Und für eine private Umsetzung sei doch viel Equipment erforderlich. „Es ist unerklärlich.“

Doris Kesselring und Thomas Niebuhr

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