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Randalierer wüten auf Toitenwinkler Spielplatz

Toitenwinkel Randalierer wüten auf Toitenwinkler Spielplatz

Unbekannte haben das Trampolin der Begegnungsstätte Fischkutter zerstört / Für eine Reparatur fehlt Geld / Auch für den Bau eines neuen Bolzplatzes werden Spender gesucht

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Randalierer wüten auf Toitenwinkler Spielplatz

Aimee (6, l.) und Johanna (7) sind traurig, Fischkutter-Leiter Mathias Andrae auch: Randalierer haben ihr Trampolin kaputt gemacht.

Quelle: Ove Arscholl

Toitenwinkel. Große Löcher klaffen im Sprungtuch des Trampolins, auf dem Johanna so gern herumtollen würde. Traurig schaut die Siebenjährige auf den zerschnittenen Stoff. Das Turngerät, das vor der Toitenwinkler Jugend- und Begegnungsstätte Fischkutter steht, ist total kaputt. Zerstört von Jugendlichen. Die hatten in der Nacht zum Herrentag auf dem Hof randaliert und dabei den Trampolinboden aufgeschlitzt.

Ich hoffe, die Täter werden schnell gefasst.“ Mathias Andrae, Fischkutter

Auch am Sicherheitsnetz machten sie sich zu schaffen. Zwar sind sie dabei von Anwohnern ertappt worden, konnten aber unerkannt entwischen. Seither können weder Johanna noch die anderen rund 50 Mädchen und Jungs, die jeden Tag im Fischkutter betreut werden, auf dem Trampolin springen. Besonders ärgerlich: Die Kinder hatten die 700 Euro für das Gerät selbst bezahlt, mit Erlösen, die sie mit einer Tombola verdient hatten. Lange Zeit bereitete das Trampolin den Kindern Freude. Erst vor kurzem war es für 400 Euro repariert worden. Umsonst.

Fischkutter-Leiter Mathias Andrae ist entsetzt über die Zerstörungswut der Spielverderber. „Sie haben damit nicht Erwachsenen geschadet, sondern ihresgleichen. Die Kinder waren sehr traurig.“ Seine Schützlinge seien aber nicht die Einzigen, denen die Randalierer übel mitgespielt hätten. Auch in der Nachbarschaft hätten sie gewütet, unter anderem auf einem Kita-Spielplatz. „Ich hoffe, dass die Schuldigen bald gefasst werden“, sagt der Sozialpädagoge. Bis dahin bleibt die Begegnungsstätte auf dem Schaden sitzen. Kein Pappenstiel für eine Einrichtung, die sich fast ausschließlich durch Spenden finanziert und mit einem Jahresbudget von 100000 Euro haushalten muss. Damit werden nicht nur viele Freizeitangebote und eine Hausaufgabenbetreuung bezahlt, sondern auch warmes Mittagessen, das sich täglich rund 40 Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien schmecken lassen.

Hoffnung, bald wieder Luftsprünge machen zu können, dürfen sich Johanna und die anderen Trampolinfans vom Fischkutter seit gestern machen. Der Verein hat die Zusage über eine Spende für ein neues Sprungtuch bekommen. Fehlen nur noch 130 Euro für ein neues Sicherheitsnetz. Weit kostspieliger ist ein Projekt, für das sich der Verein noch um Spenden und Stiftungsgelder bemüht: Aus dem Beachvolleyballfeld soll ein Bolzplatz werden. Derzeit taugt die Sandfläche kaum zum Spielen: Bei Regen versinken die Kinder im Matsch, wenn’s trocken ist, weht ihnen Staub entgegen. Statt Sand sollen künftig wetterfeste Matten den Platz bedecken. Fußballtore sollen angeschafft, ein Ballfangnetz aufgestellt werden. Kostenpunkt: 25000 bis 35000 Euro. Andrae hofft, dass die Finanzierung bis Juni steht. Vom neuen Platz sollen vor allem Jungs profitieren. „Für sie gibt es im Viertel kaum kostenlose Freizeitangebote.“ Abseits stehen würden aber auch die Mädels nicht. „Sie stellen schon ihre eigene Mannschaft auf“, freut sich Andrae.

Jugend- und Begegnungsstätte Fischkutter

3 Fischkutter-Mitarbeiter und zwei FSJ-ler kümmern sich täglich um etwa 50 Mädchen und Jungen. Die meisten Kinder stammen aus Familien, die sich eine Hortbetreuung nicht leisten können. Das Fischkutter-Team hilft ihnen bei den Hausaufgaben und bietet vielfältige Spiel- und Freizeitaktivitäten an.

Spendenkonto: Fischkutter; IBAN: DE55 1305 0000 0200 0524 54; BIC: NOLADE21ROS; OSPA Rostock

Antje Bernstein

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