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Rathaus plant E-Fähre über die Warnow

Rostock Rathaus plant E-Fähre über die Warnow

Mit Strom über den Strom: Wenn 2018 die Fähre vom Rostocker Stadthafen nach Gehlsdorf ausgemustert wird, soll das Nachfolge-Schiff statt mit Diesel mit einem Elektroantrieb fahren. Die Idee ist ein Baustein im städtischen Konzept „E-Mobilität“.

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Die Fähre Gehlsdorf wird 2018 genau 20 Jahre alt. Ein Neubau soll mit Elektro-Antrieb fahren, fordert der Umweltsenator.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Umweltsenator Holger Matthäus will Auto- und Schiffsabgase in Rostock deutlich reduzieren: Bis 2020 sollen deshalb mehr als 2500 Fahrzeuge in der Stadt statt mit Diesel- mit Elektro-Motoren angetrieben werden. „Und dabei geht es uns nicht nur um Autos“, so Matthäus. Auch die Fähre vom Stadthafen nach Gehlsdorf soll ab 2018 mit einem E-Motor fahren.

Die Idee eine „Elektro-Fähre“ – sie ist ein Baustein im Konzept „E-Mobilität“, dass Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) hat entwickeln lassen. „Insbesondere im Stadthafen wünschen wir uns natürlich saubere Luft“, sagt der Senator. Und Schiffsdiesel, wie ihn die Fähre bisher verbrennt, sei sogar noch problematischer für die Umwelt als Auto-Treibstoff. Den Betreiber der Linie, die Reederei Astaris hat die Stadt schon auf ihrer Seite: Denn auch Geschäftsführer Klaus Piorrek kann sich mit einem E-Schiff anfreunden. „Unsere Fähre wurde 1998 gebaut. Im Jahr 2018 läuft die Bindungsfrist ab. Das heißt, dass wir dann eh über einen Neubau nachdenken müssen.“ Und mit dem bisherigen Schiff soll ein Neubau eh nicht mehr allzu viel gemein haben: „Wir befördern heute viel mehr Fahrräder als Autos. Also sollte ein neues Schiff auch mehr Platz für Zweiräder bieten“, erklärt Piorrek.

Er schätzt die Baukosten für eine neue Fähre auf bis zu eine Million Euro. „Noch wissen wir nicht, wie viel mehr Geld ein Elektroantrieb kosten würde. Aber wir werden das genau prüfen.“ Die Stadt, das sagt Mobilitätskoordinator Steffen Nozon bereits zu, will dann bei der Europäischen Union ausloten, ob ein umweltfreundlicher Neubau mit Mitteln aus Brüssel gefördert werden könnte.

Auf Zuschüsse hofft auch die Rostrocker Straßenbahn AG (RSAG). Denn auch der städtische Nahverkehrsbetrieb will in Zukunft auf E-Busse setzen: „Wir wollen im Ostseebad Warnemünde eine Linie nur mit elektrobetriebenen Fahrzeugen anbieten“, sagt Nozon. Im vergangenen Jahr habe es bereits einen ersten Testlauf gegeben. „E-Busse bieten sich auf kurzen Strecken an. Außerdem haben wir in Warnemünde enge und in der Saison auch stets volle Straßen. Je weniger Schadstoffe der Nahverkehr dann ausstößt, desto besser.“

 



Andreas Meyer

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Stadthafen/Warnemünde
Die Fähre „Gehlsdorf“ pendelt zwischen den Anlegestellen Gehlsdorf und Kabutzenhof. Fotos (2): Ove Arscholl

Autos, Busse und die Fähre nach Gehlsdorf sollen bald mit Elektro-Antrieb fahren — das jedenfalls plant die Stadt

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