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Rathaus zeigt 22 „VorBilder“ gegen Rechtsextremismus

Stadtmitte Rathaus zeigt 22 „VorBilder“ gegen Rechtsextremismus

Sportler und Politiker zeigen Gesicht gegen Rechtsextremismus – und damit vor allem Haltung.

Stadtmitte. Sportler und Politiker zeigen Gesicht gegen Rechtsextremismus – und damit vor allem Haltung. Von Bundestrainer Joachim Löw bis Behindertensportlerin Marianne Buggenhagen, von Ex-Bundespräsident Joachim Gauck bis Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz: 22 dieser ungewöhnlichen Paare sind im Fotoprojekt „VorBilder“ festgehalten, das seit gestern im Rostocker Rathaus zu sehen ist.

„Wir wollen durch die Macht der Bilder Aufmerksamkeit erwecken“, sagt Fotografin Angelika Kretschmar, die mitunter monatelang auf passende Termine warten musste. Das Ergebnis dieser Zusammentreffen an ungewöhnlichen Orten kann sich sehen lassen. Die Kampagne will ermutigen beim Engagement gegen jede Form rechtsextremer Gewalt, Diskriminierung oder Ausgrenzung, vor allem im Sport. Marianne Buggenhagen hat das hautnah erlebt. Nach ihrer Beteiligung in einem Video gegen Rechts wurde vier Mal die Frontscheibe ihres Autos eingeschlagen, wie sie berichtete.

Wie Prävention funktionieren soll und kann, machten Julian Barlen, Mitbegründer der Initiative „Storch Heinar“, und Hansa-Vorstandschef Robert Marien deutlich. „Zeig Rassismus die Rote Karte!“, forderte der Klub seine Zuschauer auf und startete Sammelaktionen für ankommende Flüchtlinge. Neu belebt werden soll trotz knapper Kassen das eingeschlafene Schulfach „Hansa Rostock und ich“.

Die Ausstellung, die bereits auf ihrer 25. Station in Deutschland ist, läuft noch bis zum 30. März. Kai Rehberg

OZ

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