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Reriker wollen sich neue Seebrücke leisten

Rerik Reriker wollen sich neue Seebrücke leisten

Im nächsten Jahr sollen die Bagger rollen / Projekt wird derzeit vorbereitet

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170 Meter lang ist die Reriker Seebrücke. Die Planungen für einen Ersatzbau laufen jetzt an.

Quelle: Foto: Lutz Werner

Rerik. Sanierungsbedürftig und nicht mehr zeitgemäß: Eines der markantesten Bauwerke des Ostseebades Rerik soll durch ein neues ersetzt werden. Die Seebrücke ist in die Jahre gekommen. Statt sie sanieren zu lassen, wäre ein Neubau an gleicher Stelle sinnvoller. Das ergab ein Gutachten, das die Stadt im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben hat.

„Das heißt aber nicht, dass die Brücke geschlossen ist. Es gibt keine Einschränkungen. Optisch sieht es an einigen Stellen zwar problematisch aus, aber von der Statik her ist sie in einem guten Zustand“, klärt Bürgermeister Wolfgang Gulbis (SPD) auf. Er spricht von klassischen Schäden, die jedes Jahr nach dem Winter auftauchen. Etwa Beschädigungen am Handlauf. „Reparaturen sind deshalb im Haushalt eingeplant. Jedes Jahr werden dafür finanzielle Mittel eingesetzt“, sagt er.

Urlauber können also auch in dieser Saison unbeschwert die Seebrücke betreten und von dort die Aussicht auf das Meer oder das Ostseebad genießen.

„Wir reisen jedes Jahr nach Rerik, um auch auf der Brücke zu verweilen. Sie passt ins Ostseebad“, sagt Urlauber Martin Greve (36). Seiner Freundin hatte er hier vor einigen Jahren einen Heiratsantrag gemacht. „Sie erinnert uns jedes Mal an diesen Moment. Wir fahren deshalb so gerne nach Rerik“, ergänzt seine Frau Kathleen (33). Das bestätigt auch Stefanie Quaas, Leiterin der Kurverwaltung: „Nicht nur Urlauber, auch viele Tagesgäste kommen speziell wegen der Seebrücke ins Ostseebad.“

Wie die neue Brücke aussehen soll, ist noch offen. „Solch ein großes Projekt muss gut vorbereitet sein. Wichtig ist, dass wir sie uns als Stadt leisten können“, so Stefanie Quaas. Nicht zu groß und schlicht gestaltet soll sie sein. „Geklärt werden muss auch, welche Vorstellungen die Reriker Bürger haben“, sagt der Bürgermeister.

Frühestens im Herbst sollen die Planungen abgeschlossen sein, da mehrere Behörden wie Bauamt, Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt sowie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt involviert sind. Wolfgang Gulbis kann mit einem Baustart im Frühjahr 2018 gut leben. „Realistisch ist aber der Herbst“, sagt er.

Matthias Otto

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