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Reutershagen: Neuer Kreisel soll Stau-Problem im Stadtteil lösen

Reutershagen Reutershagen: Neuer Kreisel soll Stau-Problem im Stadtteil lösen

Die Planer sprechen von der „guten Stube“ des Stadtteils. Doch das Prädikat „gut“ hat der Markt in Reutershagen bisher nicht verdient.

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Reutershagen. Die Planer sprechen von der „guten Stube“ des Stadtteils. Doch das Prädikat „gut“ hat der Markt in Reutershagen bisher nicht verdient. Ganz im Gegenteil:

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Die Planer sprechen von der „guten Stube“ des Stadtteils. Doch das Prädikat „gut“ hat der Markt in Reutershagen bisher nicht verdient.

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Baustart schon im Herbst?

1,1Millionen Euro soll die Umgestaltung des Reutershäger Marktes kosten. Baustart für die Maßnahme soll im Herbst sein. Doch erst im Jahr 2019 wird alles fertig sein.

Schiefe Pflastersteine, bröckelnder Asphalt, Wildparker — der zentrale Platz des Viertels präsentiert sich seit Jahren wenig einladend. „Die Reutershäger wünschen sich seit der Wende, dass hier endlich etwas geschieht“, sagt Bausenator Holger Matthäus (Grüne). Und diese Forderung wird nun auch im Rathaus erhört: Die Planer des Rostocker Ingenieurbüros Inros Lackner sowie das Tief- und Hafenbauamt stellten jetzt im Ortsbeirat konkrete Ideen für die Umgestaltung des Marktes vor. Und weil die Stadt gerade dabei ist, soll auch die wohl problematischste Kreuzung im Stadtteil gleich mit umgestaltet werden: An der Ecke Goerdeler-, Ulrich-von-Hutten- und Walter-Stoecker-Straße soll die Ampeln verschwinden und ein Kreisverkehr gebaut werden.

Bereits im Herbst soll mit den Umbau des Stadtteilzentrums begonnen werden, kündigt Matthäus an. Nach drei Jahren — Ende 2019 — soll alles fertig sein. „Die Stadt lässt sich das Vorhaben mehr als eine Million Euro kosten“, sagt der Bausenator. Grüner soll der Markt werden und attraktiver als bisher. „Wir werden eine Fläche für das Markttreiben schaffen, rund herum neue Bäume pflanzen“, kündigt Matthäus an. Am Rande des Platzes wird es auch weiterhin Parkplätze geben. Und: Bisher gibt es am Platz lediglich eine Toilette für die Busfahrer. „Wir wünschen uns aber, dass daraus eine richtige, öffentliche WC-Anlage wird“, so Ortsbeiratschef Peter Jänicke (Linke).

Einzig ein Thema bereitet dem Ortsbeirat noch Kopfzerbrechen: Die Busse, die Reutershagen ansteuern, sollen nicht mehr auf dem Platz, sondern auf der Walter-Stoecker-Straße halten. Bustaschen am Straßenrand könne es auch nicht geben. Dafür reiche der Platz nicht aus. Aus Sicht von Matthäus‘ Fachleuten ist das jedoch gar kein Problem: „Wenn ein Bus auf der Straße hält, um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen, müssen die Autos kurz halten. Aber das wird keine großen Staus zur Folge haben“, versprach Uwe Neuendorf, Planer bei Inros Lackner. Und überhaupt: Mit den Verkehrsproblemen rund um den Markt sei es schon bald vorbei. „Bisher sind das größte Problem die Rückstaus, die sich vor den Ampeln bilden“, so Neuendorf. Doch Ampeln gibt es rund um den Markt bald nicht mehr. Denn nach Meinung Matthäus‘ seien die Signalanlagen an dieser Stelle eh nur „störend und lästig“. Künftig soll der Verkehr „gleichmäßig“ durch den Kreisverkehr fließen. „Sicherer wird es dadurch auch“, verspricht der Bausenator. Für Fußgänger entstehen am Markt gleich drei Überwege, für Radfahrer sind eigene Spuren durch den Kreisel geplant.

Doch die Radwege sollen wenige Meter hinter dem Kreisverkehr auch wieder enden. „Inkonsequent“ sei das, sagt Anwohner Erik Schreiber. Die Trassen für Zweiradfahrer sollten wenigstens bis zu den Schulen fortgeführt werden. Schreiber schätzt, dass allein zur Grundschule und zum Gymnasium an der Mathias-Thesen-Straße jeden Tag „500 bis 1000 Schüler“ mit dem Rad fahren. „Die müssen wir doch besser schützen.“

Und noch ein Thema treibt die Anwohner bei der Neugestaltung um: Wie will die Stadt verhindern, dass auch der neu gestaltete Markt von rücksichtslosen Autofahrern als Stellplatz missbraucht wird? Aus dem Rathaus gibt es auf diese Frage eine klare Antwort: Im Zweifel wolle das Tief- und Hafenbauamt Poller aufstellen.

Von Andreas Meyer

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