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Roland Jahn will schnelle Entscheidung über Stasi-Akten

Stadtmitte Roland Jahn will schnelle Entscheidung über Stasi-Akten

Der Bundesbeauftragte besucht die Gedenkstätte in der früheren Stasi-U-Haft / Der Standort Rostock wirbt in eigener Sache

Stadtmitte. Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen wünscht sich in Berlin eine schnelle Entscheidung zu den zukünftigen Außenstandorten seiner Behörde. Das sagte Roland Jahn gestern bei einem gemeinsamen Besuch mit Innenminister Lorenz Caffier (CDU) in der Rostocker Gedenkstätte der ehemaligen Stasi- U-Haft.

In Mecklenburg-Vorpommern könnte es zukünftig nur noch einen Standort für die Akten geben — es konkurrieren hier Schwerin und Rostock. Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) hatte kürzlich das Uni-Hochhaus in der August-Bebel-Straße vorgeschlagen — in unmittelbarer Nachbarschaft zur Gedenkstätte. „Jetzt gilt es, alle Argumente für die Standorte zusammenzutragen“, betont Roland Jahn. Dann müssten Bund und Land sich einigen, auch unter dem Kostenaspekt. „Wir wollen investieren, es muss eine archivgerechte Lagerung für die Akten stattfinden“, sagte Jahn.

Professor Stefan Creuzberger, Lehrstuhlinhaber für Zeitgeschichte an der Universität, nutzte den Besuch von Jahn und Caffier, um noch einmal intensiv für den Standort zu werben. „Alle Sachargumente sprechen für Rostock“ — die Kombination von Gedenkstätte, Akten und wissenschaftlicher Aufarbeitung. Ab Herbst soll die ehemalige U-Haft der Staatssicherheit für zwei Millionen Euro saniert werden, das biete eine gute Gelegenheit, auch neue Konzepte in Verbindung mit der Universität umzusetzen. Auch Lorenz Caffier sieht dann die gute Chance, museale Aspekte und Bildungsarbeit noch besser zu verknüpfen. „Und dass da in irgendeiner Form ein Archiv dazugehört, hätte eine gewisse Logik, der ich mich auch nicht entziehen könnte.“

Caffier hat auch als Innenminister großes Interesse an einer zügigen Entscheidung. Noch befinden sich die Stasi-Akten in Waldeck. Dort möchte Lorenz Caffier den Polizeistandort weiter ausbauen und dafür braucht er zwangsläufig das Gebäude.

Von Thomas Niebuhr

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