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Rostock-Album: Bilderband weckt Emotionen

Steintor-Vorstadt Rostock-Album: Bilderband weckt Emotionen

Am kommenden Dienstag erscheint die zweite Ausgabe der historischen Foto-Sammlung / Vertreter der Rostocker Kulturszene schauten schon mal ins Buch

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Dieses Bild von Petritor und Petrikirche hat es dem Fotografen Gerhard Weber angetan.

Quelle: Günther Römer

Steintor-Vorstadt. Rund 250 private Fotografien aus den letzten 70 Jahren Stadtgeschichte sind im zweiten Band des Rostock-Albums abgedruckt. Am kommenden Dienstag erscheint das Buch, vorab schauten Vertreter der Rostocker Kulturszene in den Band.

OZ-Bild

Am kommenden Dienstag erscheint die zweite Ausgabe der historischen Foto-Sammlung / Vertreter der Rostocker Kulturszene schauten schon mal ins Buch

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Stadtarchivar Karsten Schröder würdigt grundsätzlich das Projekt. „Das Rostock-Album bringt die Menschen dazu, sich zu erinnern, woher sie kommen und was sie mit unserer Stadtgeschichte verbindet“, sagt Schröder. Den Wert des Buches sieht er auch stark in den abgedruckten Kommentaren der Rostocker: „Schön, dass im Buch viele unterschiedliche Erinnerungen und Meinungen vereint sind.“

Annelen Karge ist Kuratorin beim Kulturhistorischen Museum und betreut dort auch die Fotosammlung. Sie hat also schon zahlreiche Rostock-Fotos gesehen. Aufgefallen ist ihr im neuen Rostock-Album ein Foto von Werner Murawski, das das Herrenmodekaufhaus „Korrekt“ im Jahr 1965 zeigt. „Ich würde mal gerne näher an das Schaufenster herangehen“, sagt Annelen Karge, die zum Thema Rostocker Geschäftsleben in diesem Jahr eine Ausstellung kuratiert hat. Außerdem hat sie ein Foto von Günther Römer ins Herz geschlossen, das die Paulstraße in den späten fünfziger Jahren zeigt. „Auf dieser Aufnahme sind auch Fotografen zu sehen“, freut sich Annelen Karge. „Das finde ich gut. Wir haben so viele Fotos, aber wir wissen wenig über die dazugehörigen Fotografen.“ Das Rostock-Album biete „eine schöne Mischung, die Alltagsgeschichte erzählt“.

Auch für den Leiter der Kunsthalle Jörg-Uwe Neumann ist der Blick in das neue Rostock-Album faszinierend. „Ich hatte nicht erwartet, dass die alten DDR-Autos so schön waren“, sagt der Kunstkenner.

Auch das erdrückende Grau vergangener Tage habe der gelernte Zahnarzt längst vergessen. „Es wird mir erst jetzt bewusst, was Rostock heute für eine schöne und durchsanierte Stadt ist.“ Die Bilder von harten Wintertagen und der zugefrorenen Ostsee lassen den gebürtigen Rostocker in Erinnerungen schwelgen. Auf anderen Fotos vermisst er jedoch gewohnte Anblicke. „Auf einem Bild fehlt der Teepott. Da sieht man, wie wichtig dieses Gebäude heute ist.“ Für ein Lieblingsbild könne er sich jedoch nicht entscheiden. „Für mich als Rostocker ist es insgesamt toll, ein solches Buch zu sehen.“

Der Rostocker Fotograf Gerhard Weber ist besonders von Fotos angetan, die Günther Römer in das neue Rostock-Album eingebracht hat. „Das sind meisterliche Aufnahmen, vom technischen Aspekt betrachtet. Man spürt dabei auch die Begeisterung“, sagt Weber. „Günther Römer schenkt uns Bilder aus einer Zeit, in der nicht so viel fotografiert worden ist.“ Begeistert ist Weber von einem Römer-Bild, das aus den Fünfzigern stammt und Petrikirche sowie Petritor zeigt. „Das weckt bei mir viele persönliche Erinnerungen“, sagt Gerhard Weber.

Lisa Fritsche und Thorsten Czarkowski

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