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Rostock baut neues Drehkreuz für Pendler aus dem Umland

Stadtmitte Rostock baut neues Drehkreuz für Pendler aus dem Umland

Um den ÖPNV attraktiver zu machen und den Verkehr zu entlasten, arbeiten Landkreis und Stadt zusammen / An neuer Haltestelle sollen täglich 50 Busse fahren

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An der neuen Haltestelle „Deutsche-Med-Platz“ sollen ab Oktober Busse aus dem Umland halten.

Quelle: Philip Schülermann

Stadtmitte. Der Deutsche-Med- Platz wird als Drehkreuz für den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) erweitert und zu einem weiteren Knotenpunkt für Pendler ins und aus dem Umland. Der Neubau der Haltestelle gehört zum Nahverkehrsplan der Stadt und des Landkreises.

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Um den ÖPNV attraktiver zu machen und den Verkehr zu entlasten, arbeiten Landkreis und Stadt zusammen / An neuer Haltestelle sollen täglich 50 Busse fahren

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2005 haben Hansestadt und Landkreis Rostock beschlossen, einen gemeinsamen Nahverkehrsraum und je eigene Korridore zu schaffen, in denen die beteiligten Verkehrsunternehmen mit Bussen und Bahnen unterwegs sind. Die angefahrenen Haltestellen wurden dabei reduziert, „für kürzere Fahrzeiten“, erklärt Heike Schröder, stellvertretende Leiterin des Amtes für Verkehrsanlagen in Rostock.

„Notwendig wurde die neue Haltestelle im Zuge der Neuausrichtung der Regionalverkehre auf dem Verkehrsgebiet der Hansestadt Rostock“, sagt Marco Thiele von Rebus. „Ein Bestandteil war beispielsweise die Änderung der Linienführung der Linie 123. Die ehemalige Linienführung verlief vom Steintor über die Blücherstraße und den Hauptbahnhof Nord um ZOB. Seit 4. Januar verkehrt die Linie vom Steintor über den Rosengarten und die derzeitige Übergangshaltestelle Deutsche-Med- Platz zum ZOB“, so Thiele. Die neue Haltestelle wird neben Knotenpunkten wie dem Dierkower Kreuz oder dem Hauptbahnhof eine zentrale Rolle für den Busverkehr im Ostkorridor von Rebus spielen. Denn eine Haltestelle in diese Richtung fehlte bisher. Als Knotenpunkte gelten solche Haltestellen, an denen viele Busse oder Bahnen der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) fahren. An solchen Punkten haben Pendler, die mit einem Rebus in die Stadt kommen, viele Möglichkeiten in die einzelnen Stadtteile zu fahren.

50000 Pendler gibt es in und um Rostock. „Ein großer Prozentsatz nutzt das Auto“, sagt Heike Schröder. Mit der neuen Haltestelle solle das Umsteigen erleichtert werden und die Attraktivität des ÖPNV in der Stadt gesteigert werden. Dadurch sollen Verkehr und Umwelt entlastet und Lärm reduziert werden. Marco Thiele von Rebus betont den Vorteil für die Kunden: „Für den ÖPNV-Nutzer ist damit der direkte Zugang zur Innenstadt und zum Doberaner Platz sowie der Umstieg zur Straßenbahn am Schröderplatz möglich.“ Fünf Linien sollen über den Deutsche-Med-Platz fahren, mehr als 50 Mal soll der Haltepunkt wochentags angefahren werden.

145000 Euro kostet die neue Haltestelle. Zu 75 Prozent wird das Projekt von der EU bezahlt. Ende April hatte Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) den Förderbescheid übergeben. Haltebuchten aus Beton und Wartehäuschen: „Ein relativ einfaches Bauvorhaben“, sagt Heike Schröder. Auch die Ampelanlage muss angepasst, Beleuchtung geschaffen und Abläufe gebaut werden. Zudem wird die Haltestelle behindertengerecht.

Bereits im September sollte die Haltestelle fertig sein. Wegen der Hanse Sail hatte sich die Stadt aber entschlossen, später mit dem Bau zu beginnen, um den Verkehr nicht zu behindern. Auch derzeit komme es nur zu geringen Behinderungen, sagen Heike Schröder und Marco Thiele. Eine Spur ist für den Verkehr gesperrt. „Die meisten Autofahrer ordnen sich aber schon vorher ein“, sagt Schröder. Im Oktober soll die Haltestelle freigegeben werden.

Rebus und RSAG

54 Millionen Fahrgäste transportieren RSAG

und Rebus in etwa

pro Jahr in und um Rostock.

22 Busse und sechs Straßenbahnen sind für die RSAG in der Hanstestadt im Einsatz, acht Millionen Kilometer

fahren sie pro Jahr.

150 Fahrzeuge hat Rebus, das 2013 aus

den Unternehmen Küstenbus, OVG, RvK und Hameister entstanden ist.

5 Linien von Rebus fahren künftig über die neue Haltestelle „Deutsche-Med-Platz“.

Philip Schülermann

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