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Rostock lehnt neue Wohngebiete bei Nachbarn ab

Stadtmitte Rostock lehnt neue Wohngebiete bei Nachbarn ab

Bürgermeister reagieren mit Unverständnis / Rostocker CDU: Betreutes Wohnen außerhalb der Stadt nicht blockieren

Stadtmitte. Mehrgenerationenhäuser und Betreutes Wohnen in Kritzmow – abgelehnt, Wohngebiet am Feldrand in Lambrechtshagen – abgelehnt, Wohngebiet am Ostseestrand in Elmenhorst/Lichtenhagen – abgelehnt, Bebauungsplan Am Beiksoll im Ostseebad Nienhagen – abgelehnt. Die Stadt Rostock hat jetzt auf Nachfrage von CDU-Fraktionschef Daniel Peters eine Liste vorgelegt, welche Bauvorhaben in Nachbargemeinden zwischen 2014 und 2016 abgelehnt wurden. Die Bürgermeister reagieren mit Unverständnis.

 

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„Der Bedarf an Kapazitäten für Betreutes Woh- nen ist enorm. Die Stadt muss zumindest bei diesen B-Plänen einlenken.Daniel Peters, Rostocks CDU-Fraktionschef

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Kritzmow hat die Pläne „Karauschensoll“ erst einmal auf Eis gelegt, sagt Bürgermeister Leif Kaiser. „Das Risiko eines Gerichtsverfahrens gehen wir nicht ein.“ Unterstützung bekommt Kritzmow jetzt aber von der Rostocker CDU. „Unsere Auffassung ist zu einem Punkt sehr klar: Der Bedarf an Kapazitäten für Betreutes Wohnen ist enorm“, sagt Peters. Die Stadt müsse zumindest bei diesen B-Plänen einlenken, denn viele Ältere und Pflegebedürftige warten dringend auf einen Platz. „Diese Menschen dürfen nicht Opfer von kommunalpolitischen Streitigkeiten werden.“

Hintergrund ist eine Regel, wonach die Rostocker Nachbargemeinden nur um drei Prozent wachsen dürfen. „Wenn Umlandgemeinden über den gesetzlich festgelegten Rahmen wachsen wollen, dann halte ich es durchaus für gerechtfertigt, dass die Hansestadt Rostock an den daraus erwachsenden Mehreinnahmen beteiligt wird“, hatte Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) vor kurzem in der Bürgerschaft gesagt.

Klagen gegen Verstöße der Wachstumsregel werden im Rostocker Rathaus nicht ausgeschlossen.

Leif Kaiser nennt das den Versuch einer Erpressung, zahlen werde Kritzmow nicht. „Die Wohnungsprobleme können Stadt und Landkreis nur gemeinsam lösen.“ Derzeit beobachte er aber einen Rostocker Alleingang. An einer Zusammenarbeit mit dem Nachbarn ist auch Horst Harbrecht, Bürgermeister von Elmenhorst /Lichtenhagen, interessiert. Aber: „Wir ändern unseren Flächennutzungsplan bis 2030, da interessiert es mich nicht, was die Hansestadt Rostock dazu sagt“, reagiert er trotzig. Gelassen bleiben die Verantwortlichen im Ostseebad Nienhagen auf Ablehnung ihrer Pläne. Das Amt für Raumordnung und Landesplanung habe der Schaffung von Bauplätzen zugestimmt, heißt es dort. tn

OZ

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