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Rostock plant neue Wohngebiete für 50000 Menschen

Rostock Rostock plant neue Wohngebiete für 50000 Menschen

In der Hansestadt könnten 30 große Bauflächen entstehen

Rostock. Der neue Stadtteil Groß Biestow war nur der Anfang: Die Hansestadt Rostock plant für die kommenden Jahre offenbar mit deutlich mehr neuen Baugebieten als bisher bekannt. Nach OZ-Informationen lässt das Rathaus derzeit mehr als 30 Standorte in der Stadt untersuchen und prüft, ob dort neue Wohn- oder Gewerbegebiete entstehen könnten. Insgesamt könnte es um Bauland für mehr als 50000 neue Einwohner gehen. Das geht aus den neuesten Entwürfen des künftigen Flächennutzungsplans für die Hansestadt hervor.

Hintergrund: Rostock wächst stärker als angenommen. In den nächsten 15 Jahren wird die Stadt laut aktuellsten Prognosen aus dem Rathaus um mindestens 25000 Einwohner wachsen. „Und derzeit sieht es so aus, als würde Rostock auch darüber hinaus noch wachsen“, sagt Matthias Horn, Referent für Stadtentwicklung im Büro von Oberbürgermeister Roland Methling (UFR). Das Rathaus stelle daher die gesamte Stadt auf den Prüfstand: Wo können neue Siedlungen entstehen, wo könnten Unternehmen bauen? „25 Jahre lang hat Rostock den Rückzug, das Schrumpfen gemanagt. Doch dann setzte plötzlich das Wachstum ein.“ Die Stadt stelle das derzeit vor enorme Probleme: „Diesen Fehler dürfen wir nicht nochmal machen. Deshalb prüfen wir schon jetzt, wo in den kommenden 20 Jahren Bauen möglich sein könnte“, sagt Horn.

Der größte Standort auf der Liste der Stadt ist das Areal für den neuen Stadtteil Groß Biestow im Süden Rostocks. 13000 Einwohner sollen dort eines Tages leben – mehr als in Bad Doberan oder Grimmen. Doch Groß Biestow ist nicht die einzige riesige Fläche: Insgesamt könnten weitere rund acht Millionen Quadratmeter zu Bauland werden. In Gehlsdorf werden riesige Areale untersucht, rund um Kassebohm und Riekdahl im Osten der Stadt ebenfalls. Auch am Sildemower Weg, auf der ehemaligen Deponie am Gehlsdorfer Warnow-Ufer sowie in Neu-Hinrichsdorf will die Stadt neue Siedlungen möglich machen.

Die größten neuen Baugebiet sollen aber im Westen entstehen: Zwischen der Gartenstadt und der Westtangente ist ein Areal für Häuslebauer vorgesehen, westlich der B 103 – zwischen der Ortslage Vorweden und der Stadtautobahn – ebenfalls. Zudem wird untersucht, ob zwischen Lütten Klein und dem Nachbarort Lichtenhagen- Dorf sowie zwischen Lichtenhagen und Elmenhorst neue Wohnsiedlungen entstehen können. Auch zwischen Evershagen und Sievershagen kann sich das Rathaus neue Häuser vorstellen.

„Das sind nur erste Untersuchungen“, betont Horn. „Aber wir müssen jetzt planen, damit wir auch in einigen Jahren bei Bedarf schnell neues Bauland ausweisen können.“ Einige Flächen könnten aber auch kurzfristig für die Stadt attraktiv werden – schneller sogar als Groß Biestow: „Für uns haben all die Flächen Priorität, die bereits gut erschlossen sind – weil sie zum Beispiel in der Nähe von S- und Straßenbahn-Linien liegen“, sagt der Mitarbeiter des OB. Rund ums Schutower Kreuz und zwischen Schmarl und Evershagen liegen solche Bereiche. „Dort gibt es bereits die nötige Infrastruktur.“

Seite 5, Lokales

Andreas Meyer

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