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Rostock will Latchinian ein drittes Mal kündigen

Stadtmitte Rostock will Latchinian ein drittes Mal kündigen

Interview im Internet bringt dem Ex-Theaterchef neuen Ärger ein / Hauptausschuss soll heute Rauswurf bestätigen

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Stadtmitte. Aller (guten) Dinge sind drei? Der Hauptausschuss der Rostocker Bürgerschaft trifft sich heute Nachmittag zu einer Sondersitzung. Einziger Tagesordnungspunkt:

Ex-Theaterchef Sewan Latchinian soll zum dritten Mal gekündigt werden. FOTO: DPA

Die Politik soll dem gechassten Theater-Chef Sewan Latchinian erneut eine Kündigung aussprechen. Es wäre mittlerweile die dritte. Dieses Mal geht es um ein Interview im Internet.

Zum ersten Mal hatte Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) den Ex-Intendanten im März 2015 rausgeworfen. Kurz zuvor hatte Latchinian die Theaterpolitik in MV mit den Kulturzerstörungen der Terrormiliz Islamischer Staat verglichen. Eine Mehrheit in der Bürgerschaft stellte sich damals noch hinter den Intendanten, der OB musste ihn wieder einsetzen. 2016 folgte dann die zweite Kündigung – dieses Mal mit dem Segen der Stadtpolitik. Die Stadt begründete den Rauswurf unter anderem damit, dass Latchinian in E-Mails an den Betriebsrat seine Verschwiegenheitspflicht als Geschäftsführer verletzt habe. Dieser Rauswurf beschäftigt seitdem die Gerichte: In erster Instanz hatte das Landgericht Rostock im Sinne des Ex-Intendanten geurteilt, die Stadt hat das Urteil aber nicht akzeptiert.

Obwohl eine Entscheidung über „Kündigung Nummer zwei“ noch aussteht, will die Stadt Latchinian nun ein drittes Mal vor die Tür setzen. Anlass ist dieses Mal ein Interview des Künstlers mit der Freien Volksbühne Berlin. In dem Video, das auf dem Portal YouTube zu sehen ist, hatte der Theater-Mann die Rostocker als „Hansels“ beschimpft (die OZ berichtete). Die Anwälte der Stadt und OB Methling empfehlen der Politik daher eine erneute, „vorsorgliche“ Kündigung. Gleich mehrere Zitate Latchinians aus dem Interview listen sie auf, die einen dritten Rauswurf rechtfertigen würden: So bezeichnet Latchinian den angeblichen Geheimnisverrat als „Vorwand“ für seine (zweite) Kündigung: „Statt sich mit der wirklichen Schweinerei zu beschäftigen, hat man das als Vorwand genommen, mich zu entlassen.“ Methling schreibt dazu: „Neben dem erneuten Geheimnisverrat diskreditiert er erneut die Gesellschafterin. Zudem hat sich Herr Latchinian auch gegenüber den Einwohnern von Rostock erneut geschäftsschädigend verhalten.“ am

OZ

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