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Rostock wird teurer

Rostock Rostock wird teurer

Ab 2017 werden Tickets für Straßen- und S-Bahnen sowie Busse mehr kosten / Auch für die Müllabfuhr, die Straßenreinigung und das Schwimmen zahlen die Hansestädter drauf

Rostock. Preisschock für Zehntausende Rostocker: Sie werden im kommenden Jahr deutlich mehr Geld für die alltäglichen Dinge des Lebens ausgeben müssen. Der Grund:

Ab 2017 werden Busse und Straßenbahnen, aber auch die Müllabfuhr und die Straßenreinigung in der Hansestadt teurer. Damit nicht genug: Die Hansestadt plant zum neuen Jahr die Einführung einer Zweitwohnungssteuer – auch für Studenten. Nach OZ-Informationen droht 110 000 Verbrauchern zudem eine Preiserhöhung beim Strom. Der Grund: Die Umlage für erneuerbare Energie steigt und wird auf die Kunden umgelegt.

Am deutlichsten werden die Preiserhöhungen im Nahverkehr ausfallen: Der Verkehrsverbund Warnow (VVW), dem neben der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) auch die Deutsche Bahn, der Busbetrieb Rebus und weitere Partner angehören, will manche Fahrkarten um mehr als sechs Prozent teurer machen. So sollen Fahrgäste für eine Monatskarte im Stadtgebiet Rostock künftig zwei Euro mehr bezahlen. Bisher kostet das Ticket 53 Euro, ab 2017 dann 55 Euro. Die Einzelfahrkarte im Stadtgebiet soll 2,10 Euro kosten – immerhin zehn Cent mehr. Größter Preisanstieg: Für eine Tageskarte verlangt der VVW 30 Cent mehr.

„Es geht nicht anders. Wir müssen leider unsere steigenden Kosten auf die Kunden umlegen“, sagt Jan Bleis, Vorstand der Rostocker Straßenbahn. Die Fahrpreise seien zuletzt vor zwei Jahren erhöht worden: „Unsere Mitarbeiter haben jahrelang auf steigende Löhne verzichtet. In diesem Jahr war eine Tariferhöhung fällig.“ Die höheren Personalkosten seien der größte Preistreiber. „Wir haben zwar auch immer mehr Fahrgäste, aber das Plus an Nutzern kompensiert die steigenden Kosten nur teilweise“, sagt Bleis. Insgesamt seien die Kosten bei der RSAG um fünf Prozent gestiegen.

Mit steigenden Löhnen argumentiert auch Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne). Wenn die Bürgerschaft heute zustimmt, müssen die Rostocker ab kommendem Jahr auch mehr für Müll und Straßenreinigung zahlen – allerdings minimal. „Für die steigenden Kosten gibt es zwei Gründe“, so Matthäus. „Eine Tariferhöhung und höhere Kosten für die Papier-Entsorgung.“ Ein Drei-Personen-Haushalt mit einer 120-Liter-Restmülltonne (Leerung alle 14 Tage) zahlt lediglich zehn Cent mehr pro Jahr (insgesamt 119,75 Euro). Was die Müllgebühren angeht, gehört Rostock auch weiterhin zu den günstigsten Kommunen im Land: Im Nachbarkreis Vorpommern-Rügen zahlt ein vergleichbarer Haushalt mehr als 140 Euro, im Landkreis Rostock sogar mehr als 190 Euro. Für Straßenreinigung und Winterdienst sind künftig – je nach Reinigungsklasse – zwischen neun und 20 Euro mehr pro Grundstück und Jahr fällig.

Teurer wird in der Hansestadt auch das Schwimmen: So verlangt die Wiro für ihr Hallenbad in Gehlsdorf einen Euro mehr Eintritt. Wer auch noch die Sauna besuchen möchte, zahlt sogar zwei Euro drauf.

Andreas Meyer

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