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Rostocker Expertin hilft Brasiliens Umwelt

Reutershagen Rostocker Expertin hilft Brasiliens Umwelt

Gerade in aufstrebenden Ländern wie Brasilien oder China sei in den vergangenen Jahren oft Raubbau an der Natur betrieben worden. Die Belastung des Wassers gerate zum großen Problem.

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Silvia Kohlmann hofft, aus Brasilien bereits konkrete Projekte für Firmen in Mecklenburg-Vorpommern mitzubringen.

Quelle: Thomas Niebuhr

Reutershagen. Gerade in aufstrebenden Ländern wie Brasilien oder China sei in den vergangenen Jahren oft Raubbau an der Natur betrieben worden. Die Belastung des Wassers gerate zum großen Problem. „Doch langsam setzt auch dort ein Umdenken ein“, sagt Silvia Kohlmann. Ob Abwasserbehandlung, Recycling, Biogasanlagen oder erneuerbare Energien — hier sieht die 36-Jährige gute Chancen für Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern, sich neue Märkte zu erschließen. Sie bietet an, beide Seiten zusammenzubringen. Anfang April reist Silvia Kohlmann nach Rio Grande do Sul im Süden von Brasilien.

Kooperation mit Universität in Porto Alegre

Eine Kooperationsvertrag bereitet Silvia Kohlmann nach eigenen Angaben mit der Universität in Porto Alegre, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Rio Grande do Sul im Süden des Landes, vor. Dabei wird es dann vor allem um die Umweltbildung von Schülern gehen. Das sei wichtig, um das Umweltbewusstsein schon bei Kindern zu verankern.

Als Referentin wird sie auf einer der größten Umweltmessen in Südamerika über Technologien aus Deutschland und im Speziellen aus MV in diesem Bereich berichten. Das Ziel heißt: in Brasilien möglichst konkrete Projekte für Firmen anzubahnen. „Als Mecklenburg-Vorpommern sind wird stark in der Umwelttechnologie“, sagt die 36-Jährige.

Silvia Kohlmann kennt nach eigener Aussage die hiesige Firmen-Landschaft gut. In den vergangenen Jahren arbeitete sie als Netzwerk-Managerin für den Verein „enviMV“, einen Zusammenschluss von Unternehmen der Umwelttechnologie im Land, der auch von der Landesregierung unterstützt wurde. Vor kurzem machte sie sich mit ihren Erfahrungen als Beraterin selbstständig. „Ich weiß, wo Potenziale vorhanden sind.“

In Mecklenburg-Vorpommern agierten überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen. „Die haben im Tagesgeschäft oft gar nicht die Zeit und die Kraft, sich mit solchen Auslandsgeschäften zu befassen.“ Ihre Aufgabe sei es, Kontakte zu knüpfen, so wie sie das bei ihrer vorherigen Tätigkeit auch getan habe, erläutert Silvia Kohlmann. „Möglichst mit konkreten Ergebnissen.“ Es gehe allerdings nicht nur darum, eine Maschine zu exportieren. Wichtig sei es, langfristige Beziehungen zwischen den Beteiligten herzustellen. „Das Vertrauen lässt sich nur in persönlichen Kontakten aufbauen“, sagt die Unternehmerin.

Insbesondere Umwelt-Technologie aus Deutschland hätte ein enorm hohes Ansehen in Brasilien, weiß die Diplom-Kauffrau aus ihren früheren Reisen nach Südamerika. In dem Land hätten sich beispielsweise gerade die Gesetze für den Bau von Biogasanlagen geändert. „Das gibt es auch für Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern gute Chancen.“

In Porto Alegre, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Rio Grande do Sul, stehen bereits Gespräche mit Bürgermeistern und Hochschulen über konkrete Projekte im Abfallmanagement und Recycling sowie den sicheren Umgang mit Krankenhausabfällen in ihrem Terminplan.

Von Thomas Niebuhr

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