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Rostocker Feuerwehr beeindruckt als Gastgeber

Hansaviertel Rostocker Feuerwehr beeindruckt als Gastgeber

Am Wochenende gingen die Deutschen Feuerwehrmeisterschaften zu Ende / 2185 Aktive aus ganz Deutschland, Österreich, Luxemburg und Polen waren dabei

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In der Staffel-Disziplin 4 x100 Meter gilt es unter anderem, ein Feuer im Vorbeilaufen zu löschen.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Hansaviertel. Drei Tage buntes Gewimmel im Leichtathletikstadion: Ein Wochenende lang gehörten die Anlagen den Feuerwehrsportlern aus ganz Deutschland, die dort ihre nur alle vier Jahre stattfindenden Deutschen Meisterschaften austrugen. 2185 Aktive in 99 Frauen- und Männermannschaften, dazu Gästemannschaften aus Polen, Österreich und Luxemburg maßen ihre Kräfte im Feuerwehrsport nach internationalem Reglement und in traditionellen Feuerwehrwettbewerben, wie dem „Löschangriff Nass“. Am Sonnabend gingen die Meisterschaften abends mit dem Aufmarsch aller Athleten, der feierlichen Siegerehrung und einem feucht-fröhlichem Kameradschaftsabend zu Ende.

OZ-Bild

Am Wochenende gingen die Deutschen Feuerwehrmeisterschaften zu Ende / 2185 Aktive aus ganz Deutschland, Österreich, Luxemburg und Polen waren dabei

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Deutsche Feuerwehrmeisterschaften 2016 – Ergebnisse

Gesamtwertung Frauen:

1. Mecklenburg-Vorpommern Team 2

2. Brandenburg 1

3. Brandenburg 2

Gesamtwertung Männer:

1. Lausitz 1  

2. Team Märkisch-Oderland

3. Mecklenburg-Vorpommern Team 2 Löschangriff Nass Frauen Sport

1. Team Brandenburg 2

2. Team Brandenburg 1

3. Team Mecklenburg-Vorpommern 2 Löschangriff Nass Männer Sport

1. Team Märkisch-Oderland

2. Team Lausitz 1

3. Team Sachsen 1

Ein Transparent drückt wohl am besten aus, was während der drei Tage die Stimmung ausmachte: „Siegen ist schön, noch schöner ist die Kameradschaft“, stand mit roter Farbe eilig auf ein Laken geschrieben am Lager der Freiwilligen Feuerwehr Wusterhausen. Und trotzdem: Die Feuerwehrsportler schenkten sich nichts.

„Einer der attraktivsten und traditionsreichsten Wettbewerbe ist der Löschangriff Nass“, sagt Hauptkampfrichter Gunther Seifart (57). 21 Frauen- und 30 Herrenmannschaften waren in dieser Disziplin am Start. Sieben Feuerwehrsportler gehören zu einer Mannschaft, ihre Aufgabe ist es, mehrere Schläuche auf insgesamt 90 Meter Länge auszurollen, eine Motorpumpe in Gang zu setzen und Wasser zentimetergenau in zwei Ziele zu bringen. Sarfert: „Die besten Männer schaffen das in weniger als 22 Sekunden, bei den Frauen hatten wir Zeiten um beachtliche 27 Sekunden.“

Fünf Minuten Vorbereitungszeit bekommt jede Mannschaft, um ihr Material exakt so zurechtzulegen, dass am Ende jeder Handgriff so sitzt, wie er zuvor Hunderte Male trainiert wurde. Schläuche werden gerollt, zum Teil gefaltet, Schlauchkupplungen links- oder rechts herum ausgerichtet, die dicken, schweren Teile des Ansaugschlauchs exakt positioniert. „Da wird schon vorher immer viel beim Gegner geschaut und abgekupfert, und jeder glaubt, die besten Positionen für sein Material zu finden“, erzählt der Kampfrichter. Für das Rostocker Frauen-Team lief der erste Lauf „suboptimal“, wie Team-Koordinatorin Kathrin Diezel sagt. „Wir hatten das Material zuvor noch nie in den Händen“, begründet sie. „Mit 39 Sekunden sind wir keinesfalls zufrieden.“ Umso motivierter gingen die Rostockerinnen in den zweiten Lauf: Gute 28 Sekunden – das reicht am Ende für den 10. Platz. Die Rostocker Männer kamen auf Rang 16. Die wahre Stärke und Leistung der Rostocker Feuerwehrleute liegt aber an ganz anderer Stelle: „Seit letztem Montag sind wir von morgens 6 Uhr bis spät in die Abende mit dem Aufbau beschäftigt, und seit Samstagabend bauen wir wieder ab“, erzählte Kathrin Diezel gestern. Und wie das bei Feuerwehrfrauen so ist: Auch ihre Männer und Kinder sind Feuerwehrleute und sowohl beim Auf- und Abbau als auch auf der Wettkampfbahn mit von der Partie.

Schwer beeindruckt zeigt sich am Ende der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs: „Die wohl besten Deutschen Meisterschaften, die wir je hatten“, lobt er. Und die Aktiven?

Feuerwehrsportler Sebastian Erdmann (26) aus Cottbus sagt: „Eine tolle Stimmung und eine perfekte Organisation.“ Mannschaftskamerad Philipp Meißner (20) ergänzt: „Ein großartiges Erlebnis.“

• Ergebnisse: https://dm.feuerwehrsport-statistik.de/

Klaus Walter

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