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Rostocker Forscher helfen Kindern mit Sprachproblemen

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Rostocker Forscher helfen Kindern mit Sprachproblemen

LIN.FOR-Institut feiert zehnjähriges Bestehen / Neue Themen für die Zukunft

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Sandra Beßling simuliert eine typische Behandlungssituation im Interaktionslabor. Hier geht es um kindliche Wortfindungsstörungen. FOTOS (2): PAULINE RABE

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. In zehn Jahren kann viel passieren: Das zeigt das Logopädische Institut für Forschung (LIN.FOR) an der Europäischen Fachhochschule (EUFH) in der Werftstraße 5. Neben praktischen Erkenntnissen in der Therapieforschung konnte das Forschungsteam seit Gründung des Instituts ein Netzwerk von über 100 kooperierenden Praxen aufbauen. „Das ermöglicht uns, aktuell zwei größere Projekte abzuschließen“, erzählt Judith Beier, die fachliche Leitung, stolz. In Zukunft möchte das Institut neue Wege ausprobieren, sich dabei aber weiterhin auf Kinder spezialisieren.

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LIN.FOR-Institut feiert zehnjähriges Bestehen / Neue Themen für die Zukunft

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Drei Forschungsinstitute

Die Europäische Fachhochschule beherbergt drei Forschungsinstitute für die Fachbereiche Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie.

10 Jahre besteht das Logopädische Institut für Forschung (LIN.FOR) nun schon. Es wurde 2007 von Professor Julia Siegmüller in Rostock aufgebaut und war das erste seiner Art in ganz Deutschland.

Weitere Informationen über das Institut unter: http://www.eufh.de/forschung/forschungsinstitute/linfor/

Als Professorin Julia Siegmüller das LIN.FOR 2007 gründete, war es das einzige spezifisch logopädische Forschungsinstitut in Deutschland. Heute ist es in der Wissenschaftslandschaft fest etabliert.

„Zunächst beschäftigten wir uns mit Grundlagenforschung“, erinnert Beier sich. Schon seit 2008 ist sie Teil des Forschungsteams. Mittlerweile habe sich der Schwerpunkt auf die Therapieforschung verlagert. „Da wir möglichst nah an der Realität forschen, ist die Zusammenarbeit mit praktizierenden Logopäden unerlässlich.“ Diese lernen meist schon in Fortbildungen den Therapieansatz von Julia Siegmüller und Christina Kauschke kennen und sind schnell daran interessiert, dessen Weiterentwicklungen in Projekten auszutesten.

Die Vorgehensweise danach ist immer ähnlich: Die Logopäden erhalten zuerst eine Art Starterpaket mit allen wichtigen Informationen. „Danach stehen wir mindestens einmal wöchentlich in Kontakt miteinander“, so Judith Beier. In den vergangenen fünf Jahren beschäftigten sie und ihre beiden Kolleginnen sich hauptsächlich mit der Behandlung kindlicher Wortfindungsstörungen und der Dysgrammatismustherapie. „Die zweite Therapieform kommt dann zum Einsatz, wenn Kinder ihre Grammatik nicht mehr weiterentwickeln können.“ Beide Studien werden derzeit abgeschlossen und zeigten Erfolge der eingesetzten Methoden.

In Zukunft möchte das Team um Beier neue Themen aufgreifen: „Möglich wäre die Beschäftigung mit Schwierigkeiten bei der Aussprache“, verrät Mitarbeiterin Sandra Beßling. Das stehe jedoch noch nicht fest. Interessant wäre weiterhin eine zusätzliche Auseinandersetzung mit neurologischen Krankheitsbildern. „In Brühl, einem weiteren Standort der EUFH, liegt der Forschungsschwerpunkt schon auf Erwachsenen“, erzählt Judith Beier weiter. An dessen LIN.FOR werde die gelingende Kommunikation im Alter interdisziplinär untersucht. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. „Was wir von unseren Kolleginnen dort abschauen möchten?“, fragt Beier. Mehr Interdisziplinarität. Das sei bisher nur eine Idee am Rostocker Institut gewesen.

„Was sich nicht ändern wird, ist die enge Verbindung zwischen Forschung und Lehre“, sagt Kollegin Beßling. Das sei sowieso kaum voneinander zu trennen, da das gesamte Forschungsteam auch Lehrverpflichtungen besitzt. „Umso höher die Semesteranzahl unserer Studenten, desto tiefere Einblicke geben wir in unsere Arbeit.“ Wer darüber hinausgehen möchte, kann eine Stelle als studentische Hilfskraft annehmen oder ein Praktikum beginnen. Vor allem die zweite Möglichkeit werde häufig von externen Studenten genutzt. „Wir haben regelmäßig Praktikanten aus ganz Deutschland.“

Pauline Rabe

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