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Rostocker Jung wird Klimabotschafter

Stadtmitte Rostocker Jung wird Klimabotschafter

Gedenkveranstaltung erinnert mit Romanfigur an Sturmflut von 1872 / Auftakt für ganzen Reigen an Diskussionen und Tagungen

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Die große Sturmflut von 1872 richtete in Warnemünde verheerende Schäden an. Der Wasserstand war damals 3,42 Meter über normal. Im gesamten Ostseeraum kamen bei der Flut fast 300 Menschen ums Leben.

Quelle: Foto: Archiv

Stadtmitte. Vor fast genau 145 Jahren, in der Nacht vom 13. auf den 14. November 1872, tobte die Ostsee und eine extreme Sturmflut suchte die Ostseeküste heim. 271 Menschen starben, 2850 Häuser wurden zerstört. Dass dieses Szenario in Zeiten des Klimawandels sich wiederholen kann, machten die Teilnehmer einer Gedenkveranstaltung zu dem Ereignis am Montagabend im Rathaussaal deutlich. Die Hansestadt und der Hanse-Sail-Verein hatten eingeladen zu einer Veranstaltung, die eine Mischung aus Kultur und wissenschaftlichen Redebeiträgen war.

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Gedenkveranstaltung erinnert mit Romanfigur an Sturmflut von 1872 / Auftakt für ganzen Reigen an Diskussionen und Tagungen

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Wie Organisator Steffen Herbst vom Hanse-Sail-Verein betonte, müsse das Thema Küstenschutz wieder mehr in das kollektive Bewusstsein der Bevölkerung gerufen werden. Dies besonders angesichts von Diskussionen um das Abschieben von Dünen in Warnemünde für eine bessere Aussicht, wie von manchen Touristikern gefordert. Die Veranstaltung war gleichzeitig eine Generalprobe für eine Veranstaltungsreihe, die das Thema Sturmflut in den Mittelpunkt stellen soll. Großes Ziel zum 150. Gedenkjahr der Flut von 1872 ist die Erstellung einer öffentlichen Datenbank in Wort und Bild.

Aus Sicht von Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne), der zu den Anwesenden zählte, habe Rostock die Hausaufgaben in Sachen Klimaveränderung gemacht: Seit 2015 gibt es in der Hansestadt das Rahmenkonzept zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Hier wurde ein besonderer Schwerpunkt auf Erfordernisse im Zusammenhang mit extremen Wetter-Ereignissen wie Starkregen und Sturm gelegt.

Als kultureller Teil der Veranstaltung war der Musiker Ola van Sander eingeladen. Er führte Ausschnitte aus der Rockoper „Die Flut“ um den Lotsenkommandeur Stephan Jantzen auf. Der legendäre Seenotretter war auch an Aktionen in der Sturmnacht von 1872 beteiligt. Die von Andreas Buhse und van Sander konzipierte Rockoper zeigt, verbunden mit Musik, beeindruckende Bilder- und Filmsequenzen von Kameramann Robert Kirschneck-Freihslich. Zwischendurch wurden Ausschnitte aus dem Roman „Hein Hannemann“ von Sophie Kloerss gelesen. Die Geschichte von 1923, die sich ursprünglich an ein junges Publikum richtete, schildert im Kapitel „Sturmflut“ eindrücklich die Erlebnisse des Warnemünder Jungen Hein während der großen Flut.

Die Figur des Hein Hannemann ist mittlerweile durch die moderne Illustration von Rainer Osinger landesweit bekannt. In Kürze wird das Maskottchen auch als Klimabotschafter in zahlreichen Aktionen vorgestellt. Im nächsten Jahr wird es eine große Podiumsdiskussion zum Thema Sturmflut mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft geben, verspricht Steffen Herbst.

ar

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