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Rostocker Leibniz-Institut erstaunt Fachwelt mit neuem Verfahren

Südstadt Rostocker Leibniz-Institut erstaunt Fachwelt mit neuem Verfahren

Substanzen können unter anderem in Duftstoffindustrie verwendet werden

Südstadt. Das Leibniz-Institut für Katalyse Rostock (Likat) beschreitet neue Wege, die weltweit Beachtung finden. Die Katalyseforscher des Likats um den geschäftsführenden Direktor Matthias Beller haben einen überraschend einfachen Weg für Carbonylierungsreaktionen gefunden. Diese Reaktionen, die sich für das ungeübte Ohr kompliziert anhören, spielen in der chemischen Industrie eine sehr wichtige Rolle.

 

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Laborapparaturen wie diese halfen den Forschern.

Quelle: Nordlicht

Einfach erklärt, wird hier ein Sauerstoffatom, das doppelt an ein Kohlenstoffatom gebunden ist, in ein Molekül eingebaut. Haben diese Kohlenstoff-Sauerstoff-Verbindungen in der direkten Nachbarschaft noch eine verzweigte Kette, wird das Molekül noch interessanter und ist oft nur schwer herzustellen.

Mit Hilfe von Palladium-Katalysatoren gelangen den Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts nun ganz erstaunlich „saubere“ und einfache Reaktionen, wie das Likat mitteilt. Sauber, da durch die Hilfe des Katalysators sehr selektiv nur die gewünschten Produkte erzeugt werden. Beller und seine Kollegen können dieses Phänomen auch erklären. Van-der-Waals-Wechselwirkungen, eine besondere Art von Anziehungskräften, sorgen für ungewöhnliche Stabilitäten innerhalb der Reaktion. Sie führen somit zu Substanzen, die beispielsweise sogar als Aromastoffe in der Duftstoffindustrie oder auch im Bereich der Lebensmittelherstellung von großem Interesse sind. Wissenschaftlich sei das Ganze deswegen hochinteressant, so das Institut.

Jeder Student lernt, dass in dieser Reaktion sogenannte Anti-Markovnikov-Produkte gebildet werden müssten. Diese Regel haben die Forscher jedoch durch die Zuhilfenahme eines ganz speziellen Katalysators nun außer Kraft gesetzt. Die Anwendungsmöglichkeiten sind sehr breit, da viele andere Gruppen, wie Chlor, Fluor, Cyanide, Acetyle oder auch Alkohole im Ausgangsmolekül toleriert werden – sie stören also nicht.

Die Forscher beschreiben die Einzelheiten des Vorgangs im aktuellen Heft des Wissenschaftsjournals „Nature Chemistry", das diese Woche in die Bibliotheken und online-Portale in aller Welt ausgeliefert wird.

OZ

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