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Rostocker Ringer schlagen sich bei Titelkämpfen achtbar

Rostock Rostocker Ringer schlagen sich bei Titelkämpfen achtbar

Philipp Nguyen Ho auf Platz sechs wird bester Rostocker / Bei der ersten deutschen Meisterschaft der B-Jugend in Rostock kämpften 119 Teilnehmer um zehn Titel

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Ringerverbandspräsident Uwe Bremer (48)

Rostock. Mit voller Entschlossenheit greift Philipp Nguyen Ho bei den deutschen Meisterschaften der B-Jugend im Ringen in seinem zweiten Kampf an den Kopf seines Gegners.

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Philipp Nguyen Ho auf Platz sechs wird bester Rostocker / Bei der ersten deutschen Meisterschaft der B-Jugend in Rostock kämpften 119 Teilnehmer um zehn Titel

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Während sein gleichaltriger Kontrahent Georg Schulz aus Artern (Thüringen) versucht, sich zu befreien, umklammert der zwölfjährige Nguyen Ho mit seinem linken Unterschenkel das Bein des Gegners, für den es kein Entrinnen gibt. Kurze Zeit später ist der Kampf vorbei. Nguyen Ho gewinnt deutlich nach Punkten und holt im zweiten Kampf seinen zweiten Sieg bei den ersten Titelkämpfen in der Hansestadt Rostock.

„Ich habe mich seit Monaten auf dieses Ereignis gefreut. Als es dann auf die Matte ging, war die große Aufregung verflogen“, sagte der Sportler des SV Warnemünde, der in der Gewichtsklasse bis zu 50 Kilogramm an den Start ging. Am Ende reichte es für den aussichtsreichsten Kandidaten aus Rostock bei dem dreitägigen Turnier zum sechsten Rang. Seinen dritten Kampf verlor er knapp nach Punkten und verpasste damit eine bessere Platzierung.

„Ich hatte auf eine Medaille gehofft, aber das Ziel war schon der sechste Platz“, freute sich Nguyen Ho über seinen gelungenen Auftritt bei der Heim-Meisterschaft.

Für den ersten Paukenschlag in der neu gebauten Sporthalle in Warnemünde sorgte am Freitag sein Sportkamerad Johannes Portwich (bis 42 kg) vom PSV Rostock. Gegen Kim Schaarschmidt aus Gelenau (Sachsen) lag er bereits 6:15 hinten, doch mit einem gekonnten wie überraschenden Schulterwurf gewann er nahezu sensationell den Kampf vor den Augen von Rostocks Sportsenator Steffen Bockhahn und Oberbürgermeister Roland Methling.

Letzterer hatte kurz zuvor die Veranstaltung vor Vertretern des Ringerverbandes Mecklenburg-Vorpommern (RVMV )und des Deutschen Ringerbundes (DRB) feierlich eröffnet und in seiner Rede an die erfolgreiche Ringer-Geschichte in Rostock erinnert. „Ringen hat in der Hansestadt eine lange Tradition. Unsere Sportler haben die Möglichkeit, in große Fußstapfen zu treten. Es ist eine tolle Sache, dass der erste überregionale Wettkampf in dieser schönen, neuen Halle stattfindet“, sagte das Stadtoberhaupt und staunte im Anschluss nicht schlecht über die Leistungen von Portwich, der in seiner Gewichtsklasse auf Rang zehn landete. Insgesamt kämpften 119 Sportlern in zehn Klassen um die Titel.

Für Fabian Wiesemann (PSV Rostock) verlief das Turnier unglücklich. Nach zwei Siegen und einer Niederlage hatte der Zwölfjährige, der mit seinem Zwillingsbruder Florian in der Gewichtsklasse bis 34 Kilogramm antrat, die Chance, unter die besten vier zu kommen. Doch ein Schiedsrichterfehler beendete seinen Medaillentraum.

„Das war sehr ärgerlich, weil Fabian einen korrekten Griff angesetzt hatte, den der Kampfrichter unterband“, haderte Wiesemanns Trainer Paul Steingräber vom PSV Rostock. Doch es überwog die Freude über mitreißende Kämpfe, die auch die beiden Rostocker Ehrengäste und Olympiasieger von 1968, Lothar Metz und Rudolf Vesper, sahen. „Unsere Sportler haben viel Kampfgeist bewiesen. Ich bin sehr zufrieden. Es war ein tolles Turnier, besonders für uns als Gastgeber“, freute sich Steingräber.

Ergebnisse

Gewichtsklasse bis 34 Kilogramm:

1. Martin Bauer (SC Anger), 2. Giovanni Comparetto (KSV Köllerbach), 3. Lukas Buchheimer (ASV Schaafheim), 9. Fabian Wiesemann, 13. Florian Wiesemann (beide PSV Rostock).

38 kg: 1. Nico Schmitt (KSV Rimbach), 2. Moritz Buck (KG Baienfurt), 3. Mike Sell (TSV Gailbach), 11. Maximilian Thoms (SV Warnemünde).

42 kg: 1. Burak Demir (ASV Mainz),

2. Paul Riemer (KV Riegelsberg),

3. Adrian Barnowski (SV Johannis Nürnberg), 10. Johannes Portwich (PSV Rostock).

46 kg: 1. Leo Gaal (KSV Sankt Ingbert), 2. Manuel Albert (ASV Hof/Saale), 3. Andrej Schwarzkopf (ASV Urloffen).

50 kg: 1. Robin Moosmann (KSV Tennenbronn), 2. Christian Hermann (VfK Schifferstadt), 3. Felipe Mahmoud (SV Luftfahrt Ringen), 6. Philipp Nguyen Ho (SV Warnemünde).

54 kg: 1. Alan Golmohammadi (RC Germania Potsdam), 2. Philip Holstein (PSV Detmold), 3. Daniel Sacharow (SV Johannis Nürnberg).

58 kg: 1. Fabian Fus (KSV Winzeln), 2. Marvin Kläber (ASV Schaafheim), 3. Burak Meyer (KSV Hofstetten).

63 kg: 1. Kai Lachmann (KSV Tennenbronn), 2. Moritz Becher (KSC Apolda), 3. Dominic Weickinger (KSV Hemsbach).

69 kg: 1. Nik Wähner (TSG Nattheim), 2. Yusuf Senyigit (SV Johannis Nürnberg), 3. Michael Buss (KSV Östringen).

76 kg: 1. Max Osterhoff (ASV Hof/ Saale), 2. Said Mursaew (SC Roland Hamburg), 3. Adrian Stachowiak (SV Braunsbedra).

DREI FRAGEN AN...

1 Die ersten deutschen Ringer- Meisterschaften in der Hansestadt Rostock sind Geschichte. Wie bewerten Sie die Qualität, die Sie an den drei Wettkampftagen gesehen haben? Wir haben sehr interessante und hochklassige Kämpfe gesehen. Besonders freut mich, dass alle Jungs in ihren Kämpfen vorwegmarschiert sind und in ihren Aktionen etwas riskiert haben. Die Athleten haben richtig Gas gegeben. Es hat Spaß gemacht, den Aktiven zuzuschauen.

2 Wie sehen Sie die Entwicklung des Ringens in Mecklenburg- Vorpommern im Vergleich zu anderen Bundesländern? Und wie sieht es speziell in der Sportstadt Rostock aus? Unser Sport hat sich sowohl in Land als auch deutschlandweit von den Mitgliederzahlen stabilisiert. Der Zuspruch wächst. Wir haben als Flächenland mit anderen Problemen zu kämpfen als die südlichen Bundesländer, aber ich erkenne schon, dass sich die Vereine was einfallen lassen, um ihre Talente langfristig auf der Matte zu halten. Das ist der richtige Ansatz. Die Rostocker machen sich viele Gedanken. Ihre Arbeit trägt langsam Früchte. Rostock hat eine lange Tradition und über Jahre hinweg durch den PSV Rostock eine Bundesliga-Mannschaft gestellt. Nachdem die Rostocker in ein kleines Loch gefallen waren, haben sie sich wieder aufgerappelt. Insbesondere der Ostseepokal und das Warnemünder Traditionsturnier werden von den Teilnehmern sehr gut angenommen.

3 Wie können Sie die Entwicklung des Ringens noch mehr vorantreiben? Wir müssen mehr Präsenz zeigen. Das können wir beispielsweise über Showkämpfe oder Präsentationen wie bei der Warnemünder Woche realisieren. Ringen ist ein schöner, aber auch komplizierter Sport. In der Komplexität liegt ein Reiz für alle Aktiven.rwa

Von René Warning

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