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Stadtmitte Rostocker entdecken Schätze bei Nacht

Hunderte Besucher bei der Langen Nacht der Museen / 16 Einrichtungen hatten geöffnet

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Ragnar Kinzelbach zeigt Antje Haeger und deren Tochter Lotti in der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock das fast 200 Jahre alte Präparat einer Großtrappe.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl (2), Mathias Otto (2)

Stadtmitte. Die Augen von Max wurden immer größer. Er stand vor einem ausgestopften Tiger. Im Nebenraum war der präparierte Eisbär „Churchill“ zu sehen. Hinzu kamen unzählige Insekten, Vögel und Skelette, die in den anderen Räumen ausgestellt waren. Die Zoologische Sammlung hatte am Sonnabend wie 15 weitere kulturelle Einrichtungen zwischen Innenstadt und Warnemünde zu einer ganz besonderen Veranstaltung auch in den Abendstunden geöffnet. Hunderte Besucher kamen zur Langen Nacht der Museen.

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Hunderte Besucher bei der Langen Nacht der Museen / 16 Einrichtungen hatten geöffnet

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Der achtjährige Max freute sich: „Ich mag Tiere. Und besonders den großen Adler in der Vitrine. Außerdem darf ich heute länger aufbleiben.“ Und die Mitarbeiter, die in den Massen nur an ihren Namensschildern zu erkennen waren, kümmerten sich rührig um jeden, beantworten geduldig die Fragen. Etwa Dr. Helmut Winkler, der von den Lebewesen der Ostsee berichtete. Oder Ragnar Kinzelbach: „Von mikroskopisch kleinen bis hin zu Büffelköpfen und Teile eines Elefanten haben wir alles dabei“, meinte er. Für Lotti Haeger (13), die mit ihrer Mutter Antje (44) ins Museum kam, öffnete der Professor sogar eine Vitrine, damit die Schülerin eine Großtrappe einmal in den Händen halten konnte. „Es ist einer der schwersten flugfähigen Vögel“, erklärt Ragnar Kinzelbach. Und außerdem in der freien Natur nur noch selten zu sehen.

„Wir besuchen oft mit dem Nachwuchs Museen. Das ist Unterricht zum Anfassen. Die Lange Nacht der Museen ist deshalb ideal geeignet“, so Antje Haeger. Nur wenige Schritte weiter, im Heinrich-Schliemann-Institut, schlossen sich viele den Führungen zu „Mumifizierung und Totenglaube im Alten Ägypten“ an oder verfolgten den Vortrag von Beatrice Tamm über Hieroglyphische Inschriften auf Mumiensärgen. Mittendrin Arael Diass (25). „Ich wohne seit drei Jahren in Rostock, habe es nun endlich geschafft, die Museumsnacht zu besuchen. Ich habe zwar das Feuerwerk im Klosterhof verpasst, aber dafür will ich fünf Stationen ansteuern“, sagte er zu Beginn.

Am Ende der Einkaufsstraße war die Station im Kröpeliner Tor eher für sportliche Besucher gedacht. Immerhin mussten insgesamt 109 Treppenstufen überwunden werden. Trotzdem kamen viele Gäste und sahen auf Fotos „Menschen bei der Arbeit“. Bis ins oberste Stockwerk hatten es Felix Maron (21) und seine Freunde geschafft. Sie sahen sich die Dauerausstellung „Dem Bürger zur Ehr – dem Feind zur Wehr“ an. „Wir haben uns spontan für den Museumsbesuch entschieden. „Toll, dass die Stadt solche Angebote auch außerhalb der gewöhnlichen Öffnungszeiten hat“, meinte er.

Nicole Granse (42) aus dem sachsen-anhaltinischen Salzwedel hatte sich mit ihrer Familie für einen Kurztrip nach Rostock entschieden. „Am Tage haben wir uns die Stadt angeguckt. Wenn dann noch zusätzlich abends die Museen geöffnet haben, nehmen wir das natürlich gleich mit. Wir versuchen so viel zu erleben, wie möglich“, sagt sie.

Mathias Otto

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