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Rostocker hat nun hauchdünnes Transplantat im Auge

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Rostocker hat nun hauchdünnes Transplantat im Auge

Gewebebank liefert 100. vorpräparierte Hornhautlamelle nach MV / Chefarzt der Uni-Augenklinik operiert 75-Jährigen mit neuer Methode

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Professor Anselm Jünemann, Direktor der Uni-Augenklinik, hat die Operation vorgenommen.

Quelle: Universität

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Wolfgang Rehme aus Rostock konnte immer schlechter sehen. Seine Augenhornhaut hatte sich zunehmend eingetrübt. Ursache war die Fuchs'sche Endotheldystrophie, eine Erkrankung der Augenhornhaut, die mit einem Funktionsverlust der inneren Zellschicht einhergeht. „Es war ein schleichender Verlauf“, berichtet der 75-Jährige.

„Die einzige Chance war eine Hornhauttransplantation“, erklärt Professor Anselm Jünemann, Chefarzt der Augenklinik der Universitätsmedizin. Er hat Wolfgang Rehme mit einer neuen Methode operiert, bei der der Arzt im Gegensatz zur kompletten Hornhauttransplantation nur eine ultradünne Schicht der Augenhornhaut ersetzen muss. Das Transplantat kam fertig vorbereitet von der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG), es ist die hundertste vorpräparierte Augenhornhautlamelle, die zur Transplantation nach Mecklenburg-Vorpommern vermittelt wurde.

Jährlich gibt es bundesweit mehr als 5000 Hornhauttransplantationen nach Verletzungen oder genetischen Erkrankungen. Bisher präparieren Ärzte die Transplantate erst unmittelbar vor dem Eingriff im OP, was mit Risiken für das Transplantat verbunden ist.

Patient Rehme musste nur wenige Wochen auf seine Operation warten. Noch vor Jahren hätten Ärzte die gesamte Hornhaut ersetzen müssen. „Jetzt reicht ein winziger, nur wenige Millimeter großer Schnitt, um das hauchdünne Transplantat ins Auge einzubringen“, erklärt Professor Jünemann. Patienten könnten häufig schon nach einer Woche wieder besser sehen. „Eine zusätzliche Naht entfällt und auch das Risiko der Abstoßung ist deutlich geringer“, sagt der Arzt.

OZ

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