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Rostocker will Deutschlands schönster Schwuler werden

Rostock/Köln Rostocker will Deutschlands schönster Schwuler werden

Jonathan Adam hat es unter die besten 20 des Wettbewerbs Mr. Gay Germany geschafft / Mit seiner Kampagne will er für mehr Offenheit gegenüber Homosexuellen kämpfen

Rostock/Köln. Jonathan Adam will Mr. Gay Germany werden. Bei dem Model- und Talentwettbewerb für Homosexuelle hat es der Rostocker bereits in die Top 20 geschafft. Am kommenden Sonntag entscheidet die Jury in Köln, ob der 23-Jährige ins Finale kommt.

 

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Jonathan Adam studiert an der Universität Rostock Umweltingenieurwesen und will am kommenden Sonntag ins Finale zur Wahl von Mr. Gay Germany gewählt werden. Fotos (2): privat

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Mit diesem Foto bewarb sich der 23-Jährige unter anderem.

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Jonathan Adam studiert an der Universität Rostock Umweltingenieurwesen und will am kommenden Sonntag ins Finale zur Wahl von Mr. Gay Germany gewählt werden. Fotos (2): privat

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Hinter dem Titel steckt mehr, als Deutschlands neues Männer-

Topmodel zu sein. Wir stellen auch ein Konzept vor, um mehr Aufmerksamkeit zu erreichen.“Jonathan Adam,

Kandidat für Mr. Gay

Adam will allerdings nicht nur mit seinem Äußeren punkten. Wer zur Wahl antritt, muss ein Konzept in der Tasche haben, wie er für Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuelle mehr Aufmerksamkeit erreichen will. „In dem Titel Mr. Gay steckt mehr als Deutschlands neues Männer-Topmodel“, sagt Adam. So hat er die Kampagne „Love and Honour“ (Liebe und Ehre) entwickelt. Der Master-Student der Umweltingenieurwissenschaften will sich damit für die Gleichstellung von Homosexuellen einsetzen. Dabei sind Adam in erster Linie die Gefühle der Betroffenen wichtig: „Immer noch trauen sich einige nicht, sich zu ihrer sexuellen Orientierung zu bekennen. Job, Familie, Freizeit – da gibt es oft die Angst, dass vertraute Menschen sich abwenden könnten.“

Ausrichter der Wahl zum Mr. Gay in Köln ist die Agentur Chicos Events. Veranstalter Andreas Linek freut sich über das rege Interesse. „Wir haben mehr als 100 Bewerbungen bekommen. Das ist viel“, sagt er. 20 Anwärter dürfen am Sonntag in Köln im direkten Wettbewerb gegeneinander antreten. Fotoshootings, Laufstegtraining und ein politischer Einstiegstest erwartet die Bewerber. Aus diesen Kandidaten wählt eine Jury dann sieben bis zehn Männer, die ins Finale kommen. Wann das genau stattfinden soll, ist allerdings noch unklar. „Auf jeden Fall in diesem Jahr noch – vermutlich Ende November, Anfang Dezember“, sagt Eventmanager Linek. Der Sieger gewinnt gleich zwei Reisen – eine Kreuzfahrt im Mittelmeer und einen Urlaub auf den Florida Keys. Zudem qualifiziert sich der Gewinner automatisch für die Wahl zum Mr. Gay World. Ob Jonathan Adam aus Rostock gute Chancen hat, will Linek nicht verraten: „Wir werden sehen, wie er abschneidet. Wir haben viele tolle Kandidaten.“

Beworben hat sich der Rostocker „just for fun“, wie er sagt. Während er eine Lernpause für das Studium einlegte, sei er im Internet auf den Wettbewerb gestoßen und hätte sich spontan angemeldet.

Wenige Tage später teilten ihm die Veranstalter mit, dass er geeignet ist. Etwas scheu sei er zu Beginn gewesen, doch nun will er sein Vorhaben selbstbewusst durchsetzen.

Adam engagiert sich in der Studierendenschaft der Universität Rostock und will künftig im Studentenrat mitwirken. Seinen Bachelor hat der 23-Jährige zuvor an der Uni Gießen gemacht.

Gewinnt er das Finale und wird Mr. Gay Germany, warten neben der Uni viele weitere Aufgaben auf ihn. Denn der Gewinner vertritt sein Land bei der Wahl zum Mr. Gay World. „Der Wettbewerb ist nicht nur eine Herausforderung für Körper, Geist und Persönlichkeit – es ist auch eine spannende Reise, auf der der Sieger neue Orte und Menschen kennenlernt, neue Freunde und Erfahrungen gewinnt“, sagt Event-Manager Linek.

Wo die Wahl zum Mr. Gay World stattfindet, ist noch nicht bekannt. Der Deutschland-Sieger von 2014, der 21-jährige Milchtechniker Klaus Burkart aus dem Allgäu, hat es geschafft und wurde im vergangenen Jahr zum schönsten schwulen Mann der Welt gekürt.

Wahl zum Mr. Gay

Mehr als 100 Bewerber aus ganz Deutschland sind dem Aufruf der Veranstalter gefolgt und wollen Mr. Gay Germany werden.

20 Kandidaten werden in der Vorrunde gegeneinander antreten. Am Sonntag wird in Köln entschieden, wer von ihnen es ins Finale schafft.

7 bis 10 Teilnehmer wird die Jury auswählen. Einer von ihnen wird im Winter zu Mr. Gay Germany gewählt und qualifiziert sich automatisch für die Wahl zum schönsten Schwulen der Welt.

Michaela Krohn und Wolfgang Thiel

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