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Rostocker wollen Fliegen sicherer machen

Südstadt Rostocker wollen Fliegen sicherer machen

Der Strömung auf der Spur: Forscher untersuchen das Verhalten von Wirbelschleppen

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Prof. Sven Grundmann (l.) und Jonas Graumann fachsimpeln am Wasserschleppkanal der alten Laborhalle.

Quelle: Foto: Universität / Thomas Rahr

Südstadt. In der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik der Universität Rostock findet Forschung auf höchstem Niveau statt. Im 40 Meter langen Schleppkanal, der drei Meter tief und fünf Meter breit ist, laufen seit einem halben Jahr hochkomplizierte Versuche des Lehrstuhls Strömungsmechanik. Es wird dort simuliert, wie sich verschiedene Manöver von Flugzeugen insbesondere bei Start und Landung auf die Lebensdauer von so genannten Wirbelschleppen auswirken und wie sie sich schneller beseitigen lassen.

„Das ist ein altes und doch immer noch aktuelles Thema“, sagt Professor Sven Grundmann, der den Lehrstuhl Strömungsmechanik leitet. Sein Team ist eines von wenigen weltweit, das dieses Thema im Wasserschleppkanal bearbeitet. „Flugzeuge ziehen vom Start bis zur Landung Wirbelschleppen hinter sich her, die am Ort mehrere Minuten verbleiben, und die nachfolgende Flugzeuge gefährden können“, sagt Grundmann. Bislang sind große Sicherheitsabstände bei Start und Landung eine Lösung. Die Rostocker Forscher wollen helfen, neue Methoden zur Vorhersage und zur schnellen Vernichtung der Wirbel zu entwickeln. Kollegen vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt haben die Rostocker Wissenschaftler ermutigt, insbesondere das spezielle Verhalten von Wirbelschleppen in Bodennähe bei Start und Landung zu untersuchen.

Einer der Akteure dabei ist der Master-Student Jonas Graumann. Seine Experimente gehen so: Der Schleppwagen zieht einen Tragflügel durchs Wasserbecken und erzeugt dabei eine Wirbelschleppe. Dabei passiert er den Laser-Lichtschnitt, der im Wasser befindliche Teilchen beleuchtet. Die werden durch die erzeugte Wirbelschleppe in Bewegung versetzt. Diese Bewegung verfolgt eine Spezialkamera. So kann der Student berechnen, welche Strömung vorliegt.

Der 24-jährige geborene Berliner, der im dörflichen Niedersachsen aufwuchs und in Rostock sein Abitur ablegte, ist mit Herz und Verstand Strömungstechniker. „Da muss man aus allen Bereichen des Ingenieurstudiums Wissen abrufen können, um physikalische Phänomene zu verstehen“. Der junge Mann hat den Prototypen des gesamten Versuchsaufbaus gebaut. Dadurch wird es möglich, die bei Start und Landung entstehenden Wirbel sichtbar zu machen, ihre Stärke und Dauer zu ermitteln. Wolfgang Thiel

OZ

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