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Rostocks neue alte Schätze

Stadtmitte Rostocks neue alte Schätze

Regierung hat entschieden: Am Rosengarten wird das Archäologische Landesmuseum gebaut

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Das älteste bekannte Schlachtfeld Mitteleuropas liegt im Tollensetal. Knochen-, Holz- und Metallfunde erzählen die Geschichte eines großen Kampfes, an dem wahrscheinlich mehrere tausend junge Männer beteiligt waren.

Quelle: Fotos: Landesamt Für Archäologie

Stadtmitte. Die größte Stadt des Landes soll schon bald um eine neue Attraktion reicher sein: Nach jahrelangen Verhandlungen hat die Landesregierung gestern Abend endgültig entschieden, die Hansestadt zum Sitz des neuen archäologischen Landesmuseums zu machen. Darauf verständigten sich nach OZ-Informationen die Spitzen von SPD und CDU im Koalitionsausschuss.

OZ-Bild

Regierung hat entschieden: Am Rosengarten wird das Archäologische Landesmuseum gebaut

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Stralsund, Greifswald, Neustrelitz, Putbus auf Rügen, Bad Kleinen und das Tollensetal hatten sich ebenfalls um das Millionen-Projekt beworben. Sie haben nun aber das Nachsehen.

Die Schätze der Ur- und Frühgeschichte MecklenburgVorpommerns lagern bisher allergrößtenteils in einem Lager bei Schwerin – unzugänglich für die Öffentlichkeit. Nun sollen sie in das bisherige Schifffahrtsmuseum am Rostocker Steintor ziehen. Zudem ist ein Erweiterungsbau im Rosengarten geplant. Insgesamt soll das neue Museum bis zu 20 Millionen Euro kosten.

Kultusministerin Birgit Hesse (SPD) sagte dazu am Abend: „Ich bin davon überzeugt, dass das Museum in der Hansestadt eine große Strahlwirkung für unser Land entfaltet. Die archäologischen Schätze des Landes werden aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt und können in einem modernen Haus präsentiert werden“, so die Ministerin. „Ein Gutachten hat die verschiedenen Standorte im Land untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass das Landesmuseum in Rostock die besten Voraussetzungen findet“, so Hesse. Freude über die Entscheidung herrscht auch bei Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD): Hesses Amtsvorgänger hatte sich stets für die Hansestadt stark gemacht. Brodkorb, der seinen Wahlkreis in Rostock hat, sagte: „Ich freue mich, dass ich mein wichtigstes Wahl- Versprechen einlösen kann.“

Doch die zum Teil mehrere 1000 Jahre alten Schätze – darunter das „Horn von Wismar“ aus der Älteren Bronzezeit (um 1300 v. Chr.) oder auch die „Scheibenfibel von Mueß“ (um 600) – sollen von Rostock aus auch auf Wanderschaft gehen, sagte Brodkorb der OZ. „In den Sommermonaten wollen wir mit Wanderausstellungen die Funde auch in den Touristen-Hochburgen zeigen – auf Usedom zum Beispiel, auf Rügen und auch in Schwerin.“ So will das Land auch den Gästen seine Geschichte nahe bringen.

Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) sprach von einer „guten Entscheidung für die Hansestadt und das ganze Land“. Im kommenden Jahr feiert Rostock seinen 800. Geburtstag. „Wenn wir dann den Grundstein für das neue Museum legen, ist das ein würdiges Geschenk.“ Methling sagte dem Land seine volle Unterstützung zu: „Gemeinsam werden wir das Museum zu einem Ort mit Strahlkraft über die Landesgrenzen hinaus machen.“ Begeisterung herrscht auch an der Universität: „Das ist die beste Entscheidung, die das Land treffen konnte“, so Dr. Hans-Jörg Karlsen, Professur für Ur- und Frühgeschichte an der Uni Rostock. „Seit Jahren kämpfen meine Kollegen im Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege und auch viele Ehrenamtler für ein Museum. In Rostock erreichen wir nicht nur die meisten Menschen, hier können wir Museum und Forschung ideal verbinden.“

Andreas Meyer

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