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Rote Zahlen: Hansa rechnet mit Millionen-Minus

Rostock Rote Zahlen: Hansa rechnet mit Millionen-Minus

Müller, Fett und Eggert im Aufsichtsrat / Ex-Klubchef Dahlmann entlastet

Rostock. Der FC Hansa hat einen neuen Aufsichtsrat: Rostocks Finanzsenator Chris Müller, Hafen-Manager Günter Fett, „Suptras“-Mitgründer Sebastian Eggert und Bauingenieur Henryk Bogdanow wurden gestern auf der Mitgliederversammlung in der Rostocker Stadthalle erstmals in das Kontrollgremium gewählt. Mit dem bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Rainer Lemmer, Martin Ohde und Christian Stapel schafften drei Mitglieder erneut den Sprung in den siebenköpfigen Rat, der für vier Jahre gewählt wurde.

„Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln und mit der Arbeit beginnen, damit wir die gesteckten Ziele erreichen!“, sagte Fett vor der konstituierenden Sitzung des neuen Aufsichtsrates, die unmittelbar nach der ruhig und sachlich geführten Mitgliederversammlung stattfand. „Alle wollen wieder Bundesliga- Fußball im Ostseestadion sehen, das ist das Nahziel, das sollte im Fokus stehen“, betonte Fett, Chef der Euroports GmbH in Rostock.

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2015/16 hat der „Konzern Hansa Rostock“ mit einem Minus von 882000 Euro beendet. Für den FC Hansa Rostock e.V. weist der Finanzbericht ein Plus von 1,1 Millionen Euro aus. Dieses Ergebnis kam hauptsächlich durch den Verkauf der Geschäftsstelle zustande. Für die laufende Saison 2016/17 plant Hansa mit einem Minus von 1,1 Millionen Euro.

Am Tag nach dem mageren 1:1 im Heimspiel gegen Werder Bremen II waren 1113 Vereinsmitglieder (1043 stimmberechtigt) der Einladung in die Stadthalle gefolgt. Das Gros der aktuell 10882 Mitglieder blieb der Versammlung fern.

Im „Bericht zum Revisionsbericht“ wurde der Ex-Vorstandsvorsitzende Michael Dahlmann gut ein Jahr nach seinem Rücktritt entlastet. Der ehemalige Klubboss habe Verfehlungen begangen, Hansa sei dadurch jedoch kein Schaden entstanden, hieß es in dem Bericht, der damit den Erkenntnissen aus dem vergangenen Herbst grundlegend widerspricht. Damals waren Dahlmann noch schwere Verfehlungen zur Last gelegt worden, die einen „deutlichen finanziellen Schaden“ für Hansa zur Folge gehabt hätten.

Einem Satzungsänderungsantrag, der den Ältestenrat entmachtet, wurde mehrheitlich zugestimmt. Das fünfköpfige Gremium mit den ehemaligen Hansa-Spielern Peter Sykora, Wolfgang Barthels, Gerd Kostmann und Dieter Schneider sowie Klaus Albrecht verließ daraufhin noch vor der Aufsichtsratswahl den Saal und kündigte an, geschlossen zurückzutreten. „Wir wurden in den letzten Jahren nie um Rat gefragt, alles wurde über unsere Köpfe hinweg entschieden“, sagte Schneider, den die Entwicklung im Klub besorgt: „Sportlich stimmt die Richtung, aber wir sind auf dem Weg zu einem von Suptras (Ultra- Fangruppe/d. Red.) geführten Verein.“

Bisher war der von den Mitgliedern gewählte Ältestenrat die letzte Instanz im Klub, wenn es um Vereinsausschlüsse ging. Künftig wird der Aufsichtsrat bei Widersprüchen von Mitgliedern das letzte Wort haben.

Sönke Fröbe

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